Labastide-Villefranche (Frankreich) – Eine Reihe von klugen Entscheidungen machten den Schöpfer von Calzedonia und Intimissimi zu einem der reichsten Männer der Modewelt. Jetzt rettete der kühle Kopf von Sandro Veronesi (66) ihm bei einem Flugzeugabsturz das Leben.
Der italienische Unternehmer stürzte mit einer einmotorigen Maschine am Rande der Pyrenäen ab. Wie durch ein Wunder überlebten er und ein weiterer Passagier (56) das Unglück – weil der Geschäftsmann in größter Not offenbar noch schnell den richtigen Hebel im Flieger betätigte.
Soldaten sahen den Flieger vom Himmel fallen
Der Unfall ereignete sich bereits vergangenen Freitag in der Gemeinde Labastide-Villefranche im Südwesten Frankreichs. Erst jetzt wurde durch italienische Medien bekannt, dass der Pilot ein Promi war. Der CEO, der laut „Forbes“ knapp 2 Milliarden Euro besitzt, gilt als großer Luftfahrt-Enthusiast.
Sandro Veronesi, CEO der Oniverse-Gruppe, zu der Marken wie Calzedonia, Intimissimi und Falconeri gehören
Mit seiner blau-weißen Cessna 182 war Veronesi am Nachmittag vom französischen Flughafen Carcassonne gestartet. Nach etwa einer Stunde verlor die Maschine plötzlich an Höhe. Was genau auf 1500 Metern geschah, ist bislang unklar. Doch eine Spezialeinheit der Gendarmerie, die zufällig in der Nähe war, sah den Flieger im Sturzflug vom Himmel fallen.
Mode-Mogul rettete sich mit Fallschirm
Die Soldaten alarmierten sofort ein Rettungsteam, konnten dabei den Absturzort auf einem kleinen Feld nahe des 350-Einwohner-Dorfes präzise durchgeben. Als die Einsatzkräfte kurz darauf am Boden eintrafen, hätten der Calzedonia-Gründer und sein Begleiter neben dem Cockpit im Gras gelegen – lebend und nur leicht verletzt!
Allein in Deutschland gibt es mehr als 160 Geschäfte der Kette Calzedonia
Veronesi habe während des Unglücks geistesgegenwärtig einen Fallschirm am Flugzeug ausgelöst, welcher die Aufprallgeschwindigkeit enorm abbremste, wie die regionale Tageszeitung „Sud Ouest“ berichtete. Aufnahmen zeigen, wie der rote Fallschirm neben der zerbeulten Cessna liegt. Die Nase des Flugzeugs habe sich demnach „in den Boden gerammt“. Beide Männer hätten sich selbst daraus befreit und über starke Rückenschmerzen geklagt.
Ein Hubschrauber brachte zunächst den 56-Jährigen in ein Krankenhaus, später den Milliardär. Die Staatsanwaltschaft von Pau (Frankreich) ermittelt nun, ob womöglich ein technischer Defekt die Ursache für den Unfall war.



