Zwei französische Kinder in Portugal ausgesetzt
Ein Autofahrer entdeckte zwei Geschwister (3 und 5 Jahre) auf einer portugiesischen Landstraße. Sie waren von ihren Eltern mit verbundenen Augen in ein Waldstück geführt und dort verlassen worden.
In der Region um Alcácer do Sal in Südportugal haben Polizeikräfte zwei kleine französische Kinder gefunden, die auf einer belebten Nationalstraße um Hilfe riefen. Der Autofahrer Alexandre Quintas machte die Entdeckung am Dienstagabend und brachte die verstörten Geschwister in Sicherheit.
Dem Jungen zufolge hatten die Eltern den beiden Kindern die Augen verbunden und sie in ein benachbartes Waldgebiet geführt. Sie gaben ihnen vor, dort ein Spielzeug zu suchen – eine Geschichte, die sich als Vorwand für ein Aussetzen herausstellte. Als die Kinder ihre Augenbinden abnahmen, waren die Erwachsenen spurlos verschwunden. In ihren Rucksäcken fanden sich nur zwei Orangen, etwas Wasser und Wechselkleidung.
Der Zeuge alarmierte die Polizei, die Kinder wurden in ein Krankenhaus gebracht und untersucht. Sie befinden sich den Umständen entsprechend in stabilem Zustand und sind inzwischen bei der französischen Botschaft untergebracht. Die Eltern wurden identifiziert, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen.