Mittelmeer: Israel stoppt Gaza-Hilfsflotte und nimmt Aktivisten fest

Mittelmeer: Israel stoppt Gaza-Hilfsflotte und nimmt Aktivisten fest

Der Einsatz erfolgte westlich der griechischen Insel Kreta, die rund 1000 Kilometer Luftlinie von Israel entfernt liegt. Mit einem Eingreifen war gerechnet worden, der Zeitpunkt und die Entfernung überraschten jedoch. Israelische Medien berichteten, die Flotte sei wegen ihrer Größe früh gestoppt worden.

Die Organisatoren warfen Israel vor, Motoren und Navigationssysteme zerstört zu haben. Zudem seien Zivilisten auf beschädigten, manövrierunfähigen Schiffen zurückgelassen worden. Dies sei trotz eines herannahenden Sturms geschehen. Auch Kommunikationsverbindungen seien gestört worden.

Die Armee äußerte sich dazu nur knapp. Sie verwies auf die Durchsetzung der Seeblockade des Gazastreifens, die Israel mit Sicherheitserwägungen begründet. Man handle gemäß den Anweisungen der politischen Führung.

Teilnehmer berichteten, Schnellboote des Militärs hätten sich nachts genähert. Soldaten hätten Laser und halb automatische Waffen auf sie gerichtet. Sie seien gezwungen worden, sich an den Bug zu begeben und auf Hände und Knie zu gehen.

Ziel der Hilfsflotte war es, die seit 2007 bestehende Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Zugleich sollten Hilfsgüter in das Gebiet gebracht werden, das in mehr als zwei Jahren Krieg weitgehend verwüstet worden ist. Außerdem fordert die Initiative einen dauerhaften humanitären Korridor.

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