Nordrhein-Westfalen will Rüstungs-Innovationszentrum aufbauen
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur plant ein neues Technologiezentrum für die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Große Konzerne, mittelständische Betriebe und Start-ups sollen dort zusammenarbeiten.
Nordrhein-Westfalen möchte sich als innovativer Standort für die Rüstungsindustrie etablieren. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur kündigte an, zusammen mit Unternehmen wie Rheinmetall und Lockheed Martin ein sogenanntes Production Launch Centre Defence zu errichten. Das Zentrum soll als Art Campus fungieren, auf dem Großkonzerne, mittelständische Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen kooperieren können.
Kern der Initiative ist die Überbrückung der Lücke zwischen Laborentwicklung und industrieller Serienproduktion. Neubaur betonte, dass NRW dadurch nicht nur zur militärischen Sicherheit beitragen, sondern auch Arbeitsplätze und wirtschaftliche Wertschöpfung generieren könne. Das Bundesland habe große Potenziale durch seine Hochschulen, Forschungseinrichtungen und ein wachsendes Start-up-Ökosystem.
Nach dem Spatenstich im Herbst soll das Zentrum voraussichtlich im Rheinischen Revier entstehen. Neubaur zufolge können Unternehmen dort ihre Innovationen zügig bis zur Marktreife entwickeln. Mit dieser Infrastruktur hofft die Landesregierung, auch junge Technologieunternehmen in der Region halten zu können, statt dass diese in andere Bundesländer abwandern.