Europa will eigene Mondbasis bis 2040
Nach dem erfolgreichen Artemis-2-Flug plant die Europäische Weltraumorganisation Esa ihre eigene permanente Präsenz auf dem Mond. Mit einem unbemannten Lander sollen ab 2030 erste Erkundungen starten.
Das Wettrennen um den Mond wird intensiver: Während die USA ihre Pläne für eine Mondoberflächen-Basis konkretisieren, entwickelt auch Europa ehrgeizige Ziele. Die Esa plant eine eigene permanente Forschungsstation mit Astronauten, die vor 2040 operational sein soll.
Der erste Schritt: 2030 soll der unbemannte Mondlander Argonaut starten und bis zu 1,5 Tonnen Fracht zur Mondoberfläche bringen – darunter Rover und wissenschaftliche Geräte. Ziel ist der südliche Mondpol, wo optimale Bedingungen für Energiegewinnung und Ressourcenerkundung herrschen. Bis 2031 wollen die Europäer dann ihre Kapazitäten ausbauen.
Allerdings gibt es noch viele technische Herausforderungen zu lösen: Lebenserhaltungssysteme, Wassererkundung, Sauerstoffgewinnung und Strahlenschutz müssen entwickelt werden. Auch die Mondnacht mit ihren 14 Erdtagen ist eine Hürde. Parallel dazu verhandelt die Esa mit der Nasa, um europäische Astronauten auch direkt zur Mondoberfläche zu bringen – statt nur zur geplanten Umlaufbahn-Station.