Monopolkomission warnt vor Marktkonzentration in der Rüstungsindustrie

Deutschlands massive Rüstungsinvestitionen könnten zu einer gefährlichen Marktkonzentration führen. Die Wettbewerbshüter fordern strengere Kontrollen, um Abhängigkeitsstrukturen zu vermeiden.
Die Monopolkomission äußert Bedenken gegenüber der deutschen Rüstungspolitik. Bei der geplanten Milliardenausgaben befürchten die Wettbewerbsexperten, dass einzelne Unternehmen zu dominant werden könnten – mit entsprechenden Risiken für die Versorgungssicherheit und Marktverhältnisse.
Das Gremium vergleicht die Situation mit den Problemen bei großen Tech-Konzernen: Wenn sich zu viel Marktmacht bei wenigen Herstellern konzentriert, entstehen Abhängigkeitsstrukturen, die volkswirtschaftlich problematisch sind. Im Rüstungssektor wiege dies besonders schwer, da hier strategische Interessen des Staates im Spiel sind.
Die Monopolkomission plädiert daher für eine regulierte Vergabepolitik bei Rüstungsaufträgen, um Wettbewerb zu sichern und gefährliche Monopolstellungen zu verhindern. Beim Aufbau der Rüstungskapazitäten müsse der Staat bewusst gegensteuern, heißt es.