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Mordprozess Fabian: KI-Trauerrede und verdächtige Handy-Daten

10. Juni 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Im Prozess um den toten Achtjährigen Fabian belastet eine Handyanalyse die Angeklagte massiv: Sie nutzte ChatGPT für eine Trauerrede und schaltete ihr Gerät zu verdächtigen Zeiten aus.

Am zehnten Prozesstag vor dem Landgericht Rostock präsentierten Ermittler detaillierte Auswertungen der Handydaten von Gina H. (30). Die Angeklagte soll den achtjährigen Fabian getötet haben. Die Kommunikationsmuster zeichnen das Bild einer Frau, die von Eifersucht und Kontrollzwang geprägt war.

Besonders pikant: Nach Fabians Tod ließ sich Gina H. von der Künstlichen Intelligenz ChatGPT eine Trauerrede verfassen und sendete diese an Fabians Vater – einen Mann, von dem sie sich gerade trennen wollte. Sie gab vor, den Text selbst geschrieben zu haben und verwies auf ihre vermeintlichen Schreibfähigkeiten. Zudem fragte sie Google nach Wildschweinen und deren Essgewohnheiten.

Die Handydaten zeigen zudem zwei auffällige Funkstille-Phasen: Exakt zum angenommenen Tatzeitpunkt am 10. Oktober und erneut am späten Abend des 13. Oktober schaltete Gina H. ihr Smartphone trotz vollem Akku aus – ein extremer Bruch zu ihrer sonst permanenten Smartphone-Nutzung. In diesen Stunden führte sie Bekannte zum mutmaßlichen Tatort.

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