Moskau: Angeklagter stirbt während Gerichtsverhandlung
Ein russischer Geschäftsmann ist im Gerichtssaal verstorben, nachdem gegen ihn Anklage wegen schwerer Körperverletzung erhoben wurde. Sein Opfer kämpft seit dem brutalen Überfall mit schweren Folgen.
In Moskau ist ein 41-jähriger Mann während einer Gerichtsverhandlung an einem Herzinfarkt gestorben. Dem Angeklagten war versuchter Mord vorgeworfen worden, nachdem er seine Ex-Partnerin schwer verletzt hatte. Das drohende Strafmaß von bis zu acht Jahren Gefängnis oder alternativ ein Militäreinsatz soll den Kollaps ausgelöst haben.
Das Opfer, eine 33-jährige Frau, die als Model tätig war, erlitt bei dem Überfall lebensbedrohliche Kopfverletzungen. Große Teile ihres Schädels mussten entfernt werden, um das Gehirn vor Druckschäden zu bewahren. Seitdem kämpft sie mit Sprachproblemen, Gedächtnisstörungen und motorischen Einschränkungen. Mediziner arbeiten derzeit daran, mithilfe moderner 3D-Technologie den Schädelknochen wiederherzustellen.
Die Frau wird sich voraussichtlich noch lange Zeit medizinischen Behandlungen unterziehen müssen. Ob sie jemals ein normales Leben führen kann, bleibt nach eigenen Aussagen in Frage. Der plötzliche Tod des Angeklagten beendet die Gerichtsverhandlung gegen ihn.