Mount Everest: Nepal genehmigt Rekordanzahl von Bergsteigern
Nepal hat 492 Genehmigungen für die Everest-Besteigung erteilt – so viele wie nie zuvor. Die Gebühren bringen dem Land bereits über sieben Millionen Dollar ein.
Nepals Tourismusbehörden haben in dieser Saison ein historisches Rekordhoch bei den Everest-Genehmigungen erreicht. Mit 492 zugelassenen Bergsteigern aus 55 Ländern wird die bisherige Höchstmarke von 478 Anmeldungen aus dem Jahr 2023 übertroffen. Die Zulassungsgebühren, die Nepal auf 15.000 US-Dollar angehoben hat, spülen dem Himalaja-Land bereits über 7,1 Millionen Dollar in die Staatskasse – eine wichtige Einnahmequelle für die Region.
Ein wesentlicher Grund für den Ansturm ist die chinesische Entscheidung, den Zugang zum Everest von der tibetischen Seite zu sperren. Dies führt dazu, dass sich besonders viele chinesische Kletterer auf die nepalesische Route konzentrieren, gefolgt von Sportlern aus den USA und Indien. Trotz politischer Unruhen im Land im vergangenen Jahr und den Konflikten im Nahen Osten verzeichnet Nepal damit einen beispiellosen Zustrom.
Allerdings verzögert sich der Saisonstart erheblich. Ein massiver Eisblock im Khumbu-Eisbruch versperrte zunächst die Route. Erst nach aufwendigen Räumungsarbeiten durch Spezialisten und Sherpa-Bergsteiger konnte die Aufstiegsroute bis zum Camp vier freigegeben werden. Experten befürchten nun, dass der extreme Andrang zu gefährlichen Staus auf dem Weg zum Gipfel führen könnte.