Müritz: Deutschlands größter See zugefroren

Müritz: Deutschlands größter See zugefroren

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Waren – Eis, so weit das Auge reicht. Die Müritz, Deutschlands größter Binnensee, ist komplett zugefroren. Seit Anfang der Woche ist klar: Der 113 Quadratkilometer große See in Mecklenburg-Vorpommern hat eine geschlossene Eisdecke. Das Randeis misst bereits 20 bis 25 Zentimeter – ein seltenes Naturschauspiel. Doch betreten sollte man ihn besser nicht …

Domenik Oldenburg vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe, Außenbezirk Waren, bestätigte die Eismeldung. Der tiefste Punkt der Binnenmüritz liegt bei rund 30 Metern, der Rest des Sees ist wesentlich flacher. Zuletzt war der See 2021 zugefroren.

„In den letzten Jahren selten passiert“

Sebastian Paetsch, Präsident und Geschäftsführer vom Landesfischereiverband Mecklenburg-Vorpommern, sagt: „Das ist wirklich in den letzten Jahren selten passiert, gerade auch, dass die Müritz komplett zugefroren ist.“ Er erinnert sich noch an den Winter 1995/1996 – damals war das Spektakel noch beeindruckender: „Da hatten wir sogar so dickes Eis auf der Müritz, dass Leute mit dem Auto unterwegs waren.“ Bis zu einem halben Meter dick war die Eisschicht damals.
Doch heute heißt es: Vorsicht! Das für Schifffahrt zuständige WSA Elbe will keine Aussage treffen, ab wann man das Eis betreten kann. Die klare Warnung: „Generell ist von einer Begehung von Eisflächen auf Seen aber dringend abzuraten!“

Haus- und Charterboote liegen im Hafen am Fischerhof Eldenburg in der Mecklenburgischen Seenplatte

Haus- und Charterboote liegen im Hafen am Fischerhof Eldenburg in der Mecklenburgischen Seenplatte

Wasservögel halten Bereiche offen

Noch nicht komplett zugefroren sind einzelne Bereiche – vor allem an Einmündungen und unter Brücken. Dort, wie an der Mündung zwischen Kölpinsee und Müritz, sorgt stärkere Strömung für offenes Wasser. Zudem suchen dort Wasservögel nach Nahrung und verhindern durch ihre Aktivität und Körperwärme das Zufrieren.

Oldenburgs Team bereitet sich bereits vor. „Schon in den Startlöchern“, sagt der WSA-Mitarbeiter. Ab einer bestimmten Dicke werden Anlagen am Ufer freigeschnitten, um Schäden zu vermeiden. Beim Tauen drohen Schäden an Bootsschuppen, weil sich die Eisschollen verschieben können.

Keine Prognose möglich

Wie lange die Eisdecke Bestand hat, ist unklar. Temperaturen, Wind und Regen beeinflussen die Haltbarkeit. Oldenburg bleibt vorsichtig: „Da kann man keine Prognose abgeben.“

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