Deutsch-Iraker wegen Drogenhandel und Gewalt angeklagt
Ein 24-Jähriger soll als Anführer einer Bande agiert haben und Geiselnahmen sowie Bombenanschläge befohlen haben. Im Fokus steht ein verschollener Cannabis-Handel im Millionenwert.
In Köln hat ein aufsehenerregender Prozess begonnen: Ein 24-jähriger Deutsch-Iraker wird beschuldigt, eine kriminelle Organisation geleitet zu haben, die in den Drogenhandel verwickelt ist. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, für eine Serie von Gewalttaten verantwortlich zu sein.
Kern der Anklage sind Geiselnahmen und Bombenanschläge, die der Mann angeordnet haben soll. Ermittler zufolge war das Ziel, verschwundene Cannabis-Lieferungen im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro zurückzuerlangen. Die Ermittlungen zeigen das Ausmaß eines der brutalsten Drogenkriege, die Deutschland in jüngster Zeit erlebt hat.
Bei der Festnahme des Verdächtigen hätten die Behörden auch gefälschte Dokumente gefunden. Der Prozess wird nun die Vorwürfe einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und könnte weitere Details zu den Hintergründen dieser organisierten Kriminalität offenbaren.