Traditionsunternehmen Perfecta in Insolvenz – Suche nach Investor läuft
Der Papierschneidemaschinen-Hersteller Perfecta aus Bautzen meldete Ende Dezember Insolvenz an. Trotz 130-jähriger Geschichte gibt die Geschäftsführung nicht auf und sucht nach Investoren.
Das Bautzener Unternehmen Perfecta Schneidemaschinenwerk hat beim Amtsgericht Dresden Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht genehmigte den Antrag Anfang Januar und bestellte einen vorläufigen Sachverwalter. Das 1896 gegründete Unternehmen spezialisiert sich seit mehr als 100 Jahren auf die Herstellung von Papierschneidemaschinen und gilt nach eigenen Angaben als weltweit ältester Hersteller in diesem Bereich.
Von der Insolvenz sind etwa 86 Mitarbeiter in Sachsen betroffen. Die Geschäftsführung sicherte jedoch zu, dass die Löhne für die kommenden drei Monate über Insolvenzgeld abgesichert sind und der Betrieb uneingeschränkt weiterlaufen soll. Das Unternehmen beliefert Kunden weltweit weiter wie gewohnt.
Geschäftsführer Christian Baumann sucht nun nach einem geeigneten Investor, um das Unternehmen zu stabilisieren. Dabei soll nicht nur die Existenz gesichert werden, sondern auch das Geschäftsmodell strategisch neu ausgerichtet werden. Ein Sanierungsexperte unterstützt die Geschäftsführung dabei, eine Lösung zu finden, die möglichst viele Arbeitsplätze erhält und das Unternehmen mittelfristig finanziert.