Trumps Iran-Ansage an Netanjahu: „Ich habe das Sagen! Er hat nicht das Sagen“
Donald Trump (79): Klare Ansage an Benjamin Netanjahu!
Washington/Jerusalem – US-Präsident Donald Trump (79) hat auf den Waffenruhebruch durch das Mullah-Regime reagiert. Nachdem der Iran am Sonntagabend mehrere ballistische Raketen auf Israel gefeuert hatte, warnte er den israelischen Premier Benjamin „Bibi“ Netanjahu (76) vor einem Vergeltungsschlag – und machte unmissverständlich klar, wer die Bedingungen bei den Friedensverhandlungen mit dem Iran bestimmt.
In einem Telefonat mit „Axios“-Reporter Barak Ravid sagte Trump: „Ich werde Bibi sofort anrufen und ihm sagen, dass er nicht zurückschlagen soll. Beide Seiten haben ihren Spaß gehabt. Israel hat seinen Angriff durchgeführt und der Iran seinen. Wir brauchen keinen weiteren.“ Die iranischen Angriffe am Abend hätten niemanden verletzt, sagte Trump weiter. „Wenn Bibi zurückschlägt, wird es einfach so weitergehen wie in den letzten 47 Jahren oder den letzten 3000 Jahren.“
Darüber sprach Trump mit Netanjahu
Wie ein US-Vertreter gegenüber „Axios“ mitteilte, telefonierten Netanjahu und Trump tatsächlich noch am Sonntagabend (deutsche Zeit) miteinander. Anschließend beriet sich Israels Regierungschef laut hebräischen Medien mit hochrangigen Sicherheitsvertretern.
In der Nacht zu Montag sickerten dann erste Details des Telefonats durch. Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses teilte der Zeitung „Israel Hayom“ mit: Trump habe in dem Telefonat bekräftigt, den Iran daran zu hindern, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen und die Region sowie Israel zu bedrohen. Gleichzeitig habe er betont, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Eskalation gegenüber Teheran geben solle, damit die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Abkommen voranschreiten können.
„Axios“-Reporter Barak Ravid ergänzte unter Berufung auf einen US- und einen israelischen Beamten: Trump habe Netanjahu gedrängt, nicht unmittelbar auf den iranischen Raketenangriff zu reagieren und ein paar Tage zu warten – mit der Behauptung, dass „etwas Gutes in Bezug auf ein Abkommen“ zu erwarten sei. Woraufhin Netanjahu „sozusagen zustimmte“.
Trump: Ich sage, wo es langgeht!
In einem anderen Telefongespräch kurz nach den iranischen Angriffen – dieses Mal mit der „Financial Times“ – sagte Trump, dass Netanjahu ein künftiges Abkommen der USA mit dem Iran akzeptieren müsse. „Er wird keine Wahl haben.“ Trump macht deutlich, wer bei den Verhandlungen die Bedingungen diktiert: „Ich habe das Sagen. Ich habe absolut das Sagen. Er hat nicht das Sagen.“ Netanjahu müsse sich jedem Deal beugen.
„Schließt ein Abkommen!“
Am Sonntag hatte sich die Nachrichtenlage quasi überschlagen, Trump hat mit mehreren Medien gesprochen. Bezüglich eines Deals mit dem Iran sagte er dem US-Sender „Fox News“: „Was ich dem Iran raten würde: Ihr habt eure Raketen abgefeuert, das reicht. Kehrt an den Verhandlungstisch zurück und schließt ein Abkommen.“ Donald Trump deutete außerdem an, dass die Verhandlungen mit dem Iran auf eine mögliche Einigung zusteuerten. Diese könnte „am Montag, Dienstag oder Mittwoch kommender Woche“ erzielt werden, hieß es weiter. Mit Blick auf die jüngsten israelischen Angriffe im Libanon auf ein Militärfahrzeug (zwei Offiziere und ein Soldat wurden getötet) sagte der US-Präsident: „Ich bin nicht erfreut darüber.“
Iran greift Israel an – und bricht damit die Waffenruhe
Am späten Sonntagabend hatte der Iran mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen. Die Luftabwehr sei im Einsatz.
Israel bereit für Gegenattacke
Der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte „billigt derzeit militärische Pläne“, erklärte IDF-Sprecher Brigadegeneral Effie Defrin. „Das iranische Regime hat einen schweren Fehler begangen“, sagte er laut „Axios“ weiter. „Wir werden nicht zulassen, dass das iranische Regime neue Spielregeln etabliert. Wir werden weiterhin Ziele der Hisbollah in Beirut angreifen.“ Der Generalstabschef der IDF selbst, Eyal Zamir, erklärte bei einer Lagebeurteilung nach den Raketenangriffen des Iran: „Die IDF wird den Feind hart treffen, sobald wir grünes Licht erhalten.“
Irak und Syrien machen Luftraum dicht
Der Irak und Syrien haben ihren Luftraum nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel vorübergehend gesperrt. Im Irak gelte die Sperrung für 72 Stunden, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt mit. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen „aktueller regionaler Entwicklungen und Spannungen“, um die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs zu schützen. Im benachbarten Syrien wurde eine Sperrung ab 23 Uhr abends (Ortszeit) für zwölf Stunden verkündet.
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