Nach Wahlklatsche: Schröder-Köpf fordert Rücktritt von Klingbeil und Bas

Nach Wahlklatsche: Schröder-Köpf fordert Rücktritt von Klingbeil und Bas

Nach Rheinland-Pfalz-Wahlklatsche: Schröder-Köpf will Pistorius als Vizekanzler

… und fordert Klingbeil zum Rücktritt auf

Fordert eine komplette Neuaufstellung an der Parteispitze: die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (62)

Fordert eine komplette Neuaufstellung an der Parteispitze: die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (62)

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Mainz/Hannover/Berlin – Es rumort immer lauter in der SPD. Nach der Wahlklatsche der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf die SPD-Bundesvorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas zum Rücktritt aufgefordert.

Die ehemalige Kanzler-Gattin deutlich: „An der SPD-Spitze sehe ich – als alleinige Vorsitzende – die erfolgreiche Ministerpräsidentin Anke Rehlinger“, so Schröder-Köpf am Sonntagabend gegenüber dem „Spiegel“. Rehlinger ist derzeit SPD-Regierungschefin im kleinen Saarland.

Rehlinger würde kein Berliner Regierungsblei anheften, denn die Genossin sei „nicht Teil des Kabinetts“, sagte Schröder-Köpf. Dies sei „ein Vorteil in der jetzigen Situation“. Doch damit nicht genug, auch einen weiteren Wechsel regt die Niedersächsin an. So müsse es in der Bundesregierung mit der CDU personelle Konsequenzen geben.

Nach Kopf-an-Kopf-Rennen: Lange Gesichter bei der SPD

Quelle: BILD

Pistorius für Klingbeil

Ihr Plan: Der amtierende SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil solle das Amt des Vizekanzlers abgeben – an den bei den Deutschen beliebten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. „Die Deutschen zeigen Woche für Woche in Umfragen, dass er vor allen anderen Politikern das Vertrauen der Bevölkerung genießt“, betonte Schröder-Köpf mit Blick auf Pistorius, mit dem sie etwa sechs Jahre lang liiert war.

Klar ist: Die SPD-Bundesspitze wappnet sich nach der bitteren Wahlniederlage für eine Personaldebatte. „Ich weiß, dass es bei diesem Ergebnis Personaldebatten geben wird“, erklärte Klingbeil bereits am Sonntagabend in der ARD. Er machte klar, dass er sich einer solchen Debatte stellen wolle: „Ich will, dass offen über die Frage geredet wird.“

„Wir können nicht so weitermachen wie bisher“

Auch Co-Parteichefin Bärbel Bas stellte fest: „Wir können nicht so weitermachen wie bisher.“ Und weiter: Klingbeil sagte, die Diskussionen über die SPD-Führung „haben wir auch zu führen im Parteivorstand, im Präsidium, in der Fraktion“. Bas äußerte sich ähnlich. „Wir müssen in den nächsten Tagen in unseren Gremien sehr deutlich darüber reden, ob der Weg, den wir – Lars Klingbeil und ich – eingeschlagen haben, der richtige ist, und ob wir ihn weiter fortsetzen“, sagte sie bei Phoenix. Bas deutlich: „Wir können nicht so weitermachen wie bisher, das ist völlig klar.“

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