Zehn Länder fordern Waffenstillstand im Libanon
Eine internationale Gruppe von zehn Staaten hat die sofortige Beendigung der Kampfhandlungen im Libanon gefordert. Hintergrund sind erste Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon in Washington.
Nach ersten Gesprächsrunden zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in den USA haben sich zehn Länder für ein schnelles Ende der Feindseligkeiten im Libanon ausgesprochen. Unter ihnen sind Kanada, Großbritannien und die Schweiz. Sie begrüßen die kürzlich vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran, möchten diese Erfolge aber auch auf den libanesischen Konflikt ausgeweitet sehen.
Die beteiligten Länder warnen vor der angespannten humanitären Situation und der Fluchtbewegung im Libanon. Sie fordern Schutzmaßnahmen für Zivilisten und deren Infrastruktur. Die jüngsten Kampfhandlungen zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz haben massive Zerstörungen hinterlassen.
Die bisherigen Gespräche zwischen den Konfliktparteien sollen die Grundlage für direkte Verhandlungen legen. Offen bleibt indes, wann die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA stattfinden soll. Aus Washington kommen bislang nur vage Andeutungen dazu.