USA und Iran setzen auf Diplomatie – Atomgespräche gehen weiter
Erstmals seit Juni 2025 haben sich amerikanische und iranische Vertreter getroffen. In Muskat vereinbarten sie, die Gespräche fortzusetzen – doch ein Durchbruch ist noch nicht in Sicht.
Vertreter der USA und des Iran haben sich am Freitag in Muskat zu Gesprächen getroffen – das erste Treffen seit den massiven amerikanischen Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres. Unter Vermittlung des Oman kamen die Delegationen zusammen, um ihre jeweiligen Positionen zu erörtern. Beide Seiten signalisierten Gesprächsbereitschaft: Der iranische Außenminister Abbas Araghchi bezeichnete das Treffen als "guten Anfang", und US-Präsident Donald Trump kündigte bereits weitere Verhandlungen für Anfang nächster Woche an.
Doch Experten warnen vor übertriebenen Erwartungen. Es handelte sich um indirekte Gespräche, bei denen der omanische Außenminister als Vermittler zwischen den beiden Delegationen hin- und herwechselte. Die zentrale Knacknuss bleibt das iranische Atomprogramm: Die USA fordern klare Zusagen zur Begrenzung von Nuklearaktivitäten, während der Iran Sanktionserleichterungen verlangt. Kurz nach dem Treffen verhängten die USA zusätzliche Sanktionen gegen iranische Ölexporte.
Die Region bleibt angespannt und gefährlich. Der Iran hat Raketen in Stellung gebracht und mit Angriffen gedroht, während die USA Kriegsschiffe in das Gebiet entsandt haben. Experten zufolge könnte schon ein kleiner militärischer Zwischenfall zu einer Eskalation führen. Länder wie Katar und die Türkei bemühen sich parallel um Deeskalation und fordern umfassendere Verhandlungen zu allen regionalen Konflikten.