Nahost: Iran beantwortet US-Friedensplan – Angriffe belasten Gespräche
Anti-Israel-Gemälde in Teheran: Die Verhandlungen sind geprägt von fragilen Absprachen. Foto: AFP
Düsseldorf. Der Iran hat auf einen amerikanischen Vorschlag zur Aufnahme von Friedensgesprächen im Nahostkrieg reagiert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Sonntag berichtete, übermittelte Teheran seine Antwort an den Vermittler Pakistan. Angaben zum Inhalt machte die iranische Seite zunächst nicht.
Der US-Vorschlag sieht eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung vor, die zunächst eine 30-tägige Verhandlungsphase zur Beendigung der Kampfhandlungen schaffen soll.
Nach Angaben von Irna konzentriert sich die aktuelle Gesprächsphase ausschließlich auf eine Einstellung der militärischen Auseinandersetzungen in der Region. Parallel dazu sollen laut Medienberichten auch Fragen möglicher Sanktionserleichterungen für den Iran, die Zukunft der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie ein Rahmen für spätere Gespräche über das iranische Atomprogramm diskutiert werden.
Golfstaaten melden weiter iranische Angriffe
Pakistan bestätigte am Sonntag den Eingang der iranischen Antwort. Ein an den Gesprächen beteiligter Regierungsvertreter erklärte zudem, Islamabad habe die Stellungnahme der Iraner an die USA weitergeleitet. Angaben zum Inhalt machte auch die pakistanische Seite zunächst nicht.
Die diplomatischen Bemühungen laufen allerdings unter äußerst fragilen Bedingungen. Trotz der Annäherung meldeten mehrere Golfstaaten am Wochenende neue iranische Angriffe. Kuwait erklärte, die eigene Luftabwehr habe mehrere mutmaßlich iranische Drohnen im nationalen Luftraum entdeckt und abgefangen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate berichteten von abgewehrten Drohnenattacken.



