Trade Republic verstärkt Kundenbetreuung massiv
Der Neobroker Trade Republic reagiert auf jahrelange Beschwerden und stellt seinen Service um: Künftig kümmern sich über 1000 Mitarbeiter rund um die Uhr um Kundenanfragen – ohne KI-Chatbots.
Trade Republic hat eine umfassende Neuausrichtung seines Kundenservice angekündigt. Der Berliner Fintech-Broker beschäftigt künftig über 1000 Servicemitarbeiter, die täglich rund um die Uhr für Anrufe und Live-Chat-Anfragen zur Verfügung stehen – sieben Tage die Woche.
Damit reagiert das Unternehmen auf anhaltende Kritik aus der Vergangenheit. Trade Republic hatte lange Zeit hauptsächlich auf automatisierte Chatbots gesetzt, was Kunden mit komplexeren Anliegen oft in schwierige Situationen brachte. Unternehmenschef Christian Hecker betonte gegenüber dem Handelsblatt: "Der Erstkontakt mit KI ist Geschichte." Ab sofort müssen Nutzer nicht mehr mit künstlicher Intelligenz kommunizieren.
Mit dieser Service-Offensive versucht Trade Republic, sein beschädigtes Image in der Kundenbetreuung zu reparieren. Das Unternehmen signalisiert damit, dass es die Kritik ernst nimmt und bereit ist, in den direkten menschlichen Kontakt zu investieren – ein Schritt, der die Branche der digitalen Broker unter Druck setzen könnte.