Netanjahu kritisiert Siedlergewalt im Westjordanland
Nach erneutem Gewaltausbruch in einem belagerten Dorf äußert sich Israels Premierminister ungewöhnlich deutlich kritisch. Die Vorfälle schadeten dem internationalen Ruf des Landes.
Im Westjordanland hat es erneut zu gewalttätigen Übergriffen gekommen. In einem Dorf, das bereits seit Wochen von israelischen Siedlern unter Druck steht, kam es zu einem Zwischenfall, der auch auf höchster politischer Ebene Reaktionen auslöste.
Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilte die Ausschreitungen in deutlichen Worten – eine ungewöhnlich scharfe Stellungnahme für ihn. Die Täter hätten nicht nur das Vertrauen beschädigt, sondern auch Israels Ruf auf der internationalen Bühne beeinträchtigt, sagte er.
Die Vorfälle sind Teil einer längeren Serie von Spannungen zwischen palästinensischen Bewohnern und israelischen Siedlern in der Region, wo sich die Konflikte immer wieder zuspitzen.