Cisco baut Stellen ab und hebt Prognose an
Der Netzwerkausrüster Cisco streicht knapp 4000 Positionen, um sich stärker auf künstliche Intelligenz auszurichten. Anleger reagieren positiv – die Aktie springt deutlich nach oben.
Cisco intensiviert seinen strategischen Schwenk hin zu KI-Technologien: Das US-amerikanische Unternehmen plant den Abbau von etwa 4000 Arbeitsplätzen, das entspricht rund fünf Prozent der Belegschaft. Mit dieser Maßnahme sollen Ressourcen für zukunftsträchtige Geschäftsfelder freigemacht werden.
Die Ankündigung kam an den Märkten gut an. Am Mittwoch im nachbörslichen Handel legten Ciscos Aktien um 14 Prozent zu. Grund für die positive Reaktion: Das Unternehmen erhöhte gleichzeitig seine Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Statt der bisherigen 61,2 bis 61,7 Milliarden Dollar rechnet Cisco nun mit Erlösen zwischen 62,8 und 63 Milliarden Dollar. Verantwortlich für diesen Optimismus sind starke Aufträge großer Cloud-Konzerne für KI-Infrastruktur.
Der Stellenabbau wird den Konzern jedoch nicht günstig zu stehen kommen. Mit Belastungen von bis zu einer Milliarde Dollar rechnet Cisco. Den Großteil dieser Kosten von etwa 450 Millionen Dollar will das Unternehmen bereits im vierten Quartal tragen, der Rest folgt 2027.