Sparkassen-Manager verdienen deutlich mehr als andere kommunale Führungskräfte
Eine aktuelle Gehaltsstudie zeigt: Vorständinnen und Vorstände von Sparkassen gehören zu den Top-Verdienern im öffentlichen Sektor. Im Durchschnitt erhalten sie über 400.000 Euro pro Jahr.
Wer verdient am meisten in deutschen kommunalen Unternehmen? Eine neue Untersuchung der Zeppelin-Universität und einer Personalberatung gibt darauf eine klare Antwort: Sparkassen-Vorstände liegen deutlich vorne. Mit durchschnittlich 402.000 Euro pro Jahr erhalten sie deutlich mehr als Führungskräfte bei Flughäfen, Stadtwerken oder Krankenhäusern.
Die Gehälter unterscheiden sich allerdings erheblich je nach Größe des Instituts. Bei kleineren Sparkassen liegt die jährliche Vergütung bei etwa 190.000 Euro, während Vorstände großer Häuser in Köln, München oder Hamburg bis zu 683.000 Euro verdienen können. Insgesamt konnte die Studie nur von etwa 2.000 Managern aus knapp 1.150 Unternehmen Daten erfassen – viele öffentliche Betriebe halten ihre Gehälter unter Verschluss.
Besonders problematisch ist die mangelnde Transparenz: Viele Sparkassen veröffentlichen die Vergütung ihrer Führungskräfte nicht freiwillig. Studienleiter Ulf Papenfuß fordert daher einheitliche Veröffentlichungspflichten auf Landesebene. Auf Bundesebene müssen nur die größten Unternehmen Managergehälter offenlegen – Sparkassen fallen bislang nicht darunter.