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Repatha zeigt Erfolg bei Herzinfarkt-Prävention

09. November 2025· Daniel Kastner

Das Cholesterinmedikament Repatha senkt das Herzinfarkt-Risiko um über ein Drittel. Eine neue Tabletten-Alternative könnte bald folgen.

Der Pharmahersteller Amgen meldet vielversprechende Ergebnisse für sein Mittel Repatha. In einer klinischen Studie mit über 12.000 Teilnehmern zeigte sich: Das injizierbare Präparat verringert bei gefährdeten Patienten das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse um 25 Prozent. Beim ersten Herzinfarkt fällt die Reduktion noch deutlicher aus – hier liegt der Schutzeffekt bei 36 Prozent. Repatha gehört zu einer neuen Wirkstoffklasse und ist damit das erste Mittel dieser Art, das auch zur Prävention des ersten Herzinfarkts zugelassen wird.

Das Medikament wirkt, indem es ein bestimmtes Protein blockiert, das den LDL-Cholesterinspiegel im Körper reguliert. Es kommt vor allem für Patienten infrage, bei denen andere Cholesterinsenker wie Statine nicht ausreichend helfen. Die FDA hat die Zulassung bereits erweitert – Repatha kann nun auch bei Risikopatienten ohne bisherige Herzerkrankung eingesetzt werden.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Der Pharmakonzern Merck arbeitet an einer Tabletten-Version desselben Wirkprinzips. Erste Studien deuten darauf hin, dass das Medikament den LDL-Cholesterinspiegel um bis zu 60 Prozent senken könnte. Merck plant, 2026 die Zulassung zu beantragen und hofft auf einen Marktstart 2027. Das Unternehmen verspricht sich davon eine deutlich einfachere Anwendung – ähnlich unkompliziert wie die tägliche Blutdruckpille.

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