News: China-Reise von Katherina Reiche, EU-Außenministertreffen, Hauptversammlung Deutsche Bank

News: China-Reise von Katherina Reiche, EU-Außenministertreffen, Hauptversammlung Deutsche Bank

EU-Außenbeauftragte Kallas: »Die Kriegsdynamik verschiebt sich«

Wann und auf welche Weise der Krieg Russlands gegen die Ukraine enden soll, das ist vor allem für die Unterhändler des US-Präsidenten Donald Trump ein Thema. Sie verhandeln darüber gemeinsam mit Kremlleuten. Doch wo bleibt da die Ukraine? Und wo bleibt Europa?

Tja, das ist allerdings die Frage.

Heute wollen sich die ​Außenministerinnen und Außenminister der 27 EU-Staaten bei einem Treffen in Zypern damit beschäftigen, ob sie bei den Gesprächen um Krieg und Frieden nicht doch langsam mal eine größere Rolle spielen sollten.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plant zum Abschluss am Nachmittag eine Pressekonferenz, dem SPIEGEL hat sie schon vorab ein Interview gegeben.

EU-Außenbeauftragte Kallas: »Europa muss mit am Verhandlungstisch sitzen«

EU-Außenbeauftragte Kallas: »Europa muss mit am Verhandlungstisch sitzen«


Foto: Christophe Petit Tesson / EPA

Darin mahnt sie tatsächlich eine größere Rolle der Europäer bei den Gesprächen an. Sie sagt: »Für einen Frieden müssen Russland und die Ukraine an einen Verhandlungstisch kommen. Vieles von dem, was dort besprochen würde, betrifft auch uns Europäer. Da steht es uns zu, Forderungen zu stellen und russische Zugeständnisse einzufordern.«

Die Russen, so Kallas, hätten eigentlich allen Grund zu verhandeln: »Die Kriegsdynamik verschiebt sich zugunsten der Ukraine«, sagt sie: »Russland gerät militärisch, wirtschaftlich und diplomatisch immer stärker ins Hintertreffen.«

Sehnsucht nach echten Menschen

Sie hatten keine Lust mehr, vor ihren Bildschirmen zu sitzen und sich auf ihrer eigenen Veranstaltung zu fühlen wie die Zaungäste. Sie forderten ein echtes Treffen ein, und heute ist es nun soweit: Die Deutsche Bank hält in den Messehallen in Frankfurt am Main ihre erste Hauptversammlung in Präsenz seit 2019 ab.

Aktionäre auf dem Weg zur Hauptversammlung der Deutschen Bank (2014): Präsenz bevorzugt

Aktionäre auf dem Weg zur Hauptversammlung der Deutschen Bank (2014): Präsenz bevorzugt


Foto: DPA

Ganz ausgeschlossen aber ist es nicht, dass die Aktionäre und alle anderen Beteiligten am Abend mit einem kleinen Koller nach Hause zurückkehren. Denn an echten Menschen wird es tagsüber nun wirklich nicht mangeln, auch an lauten Exemplaren nicht. Die Gewerkschaft Ver.di hat ​die rund 9000 Beschäftigten der Tochter Postbank zu ⁠Warnstreiks aufgerufen und plant eine Protestaktion ​vor den Messehallen.

Ungleiche Beziehung

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt heute ihre Reise in China fort und wird in der südchinesischen Industriemetropole Guangzhou Firmen besuchen und mit Vertretern der Lokalregierung sprechen. Zu bereden gibt es einiges: Deutschland und China sind zwar ökonomisch eng miteinander verbunden, doch wie es halt manchmal so kommt in Beziehungen, investiert die eine Seite mehr als die andere.

Bundeswirtschaftsministerin Reiche gestern in Peking: Die eine Seite investiert mehr als die andere

Bundeswirtschaftsministerin Reiche gestern in Peking: Die eine Seite investiert mehr als die andere


Foto: Johannes Neudecker / dpa

Das Handelsvolumen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts im vergangenen Jahr bei 250 Milliarden Euro. Deutschland importierte Waren im Wert von gut 170 Milliarden Euro aus China, das waren 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die deutschen Exporte nach China aber gingen zurück: um 9,7 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro.

Die Handelspartnerschaft mit China ist für Deutschland aus politischen Gründen schon lange problematisch. Inzwischen aber ist China nicht nur ein problematischer, sondern auch noch ein ganz schön dominanter Partner.

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Verlierer des Tages…

Hitze in Rom: Höchste Warnstufe

Hitze in Rom: Höchste Warnstufe


Foto: Cecilia Fabiano / LaPresse / ZUMA Press / dpa

…ist Italien. Zwar scheint dort die Sonne, der Himmel strahlt blau und kaum ein Wölkchen will sich zeigen. Doch genau das wird nun leider zum Problem. Das Gesundheitsministerium ruft heute für Rom, Florenz, Bologna und Turin die höchste Hitzewarnstufe aus. Alarmstufe Rot bedeutet, dass auch gesunde Menschen Schaden nehmen können.

Räume werden heruntergekühlt und Pausen im Schatten verordnet, damit die Todesart, die für den Sommer so typisch ist – der Hitzschlag – nicht zu einem traurigen Phänomen des Frühlings wird.

Die Kulturfrage des Tages

Mein Kollege Michail Hengstenberg beschäftigt sich heute hiermit: Ferrari baut ein E-Auto, das aussieht wie eine Familienkutsche. Sind die verrückt geworden? 

Elektro-Ferrari Luce: Für viele Fans eine Zumutung

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Foto:

Ferrari SpA


Die jüngsten Meldungen aus der Nacht

  • USA fliegen erneut Angriffe in Iran: Donald Trump zeigt sich verstimmt über die Verhandlungen mit Teheran. Jetzt hat das US-Militär Berichten zufolge erneut Ziele im Süden Irans attackiert – »rein defensiv«, wie es heißt.

  • Meta startet kostenpflichtige Plus-Modelle: Für Instagram, Facebook und WhatsApp gibt es künftig auch kostenpflichtige Plus-Versionen. Meta verspricht unter anderem bessere Statistiken und mehr Informationen über Follower. WhatsApp plus erinnert an Angebote aus den frühen Mobilfunkjahren.

  • Jill Biden dachte, ihr Mann hatte beim TV-Duell gegen Donald Trump einen Schlaganfall: Joe Bidens Auftritt gegen Donald Trump im Jahr 2024 war katastrophal, wenig später zog er sich aus dem Rennen ums Weiße Haus zurück. Nun schildert die frühere First Lady, was ihr während des TV-Duells durch den Kopf ging.

Heute bei SPIEGEL Extra: Warum haben so viele Frauen Schmerzen beim Kaiserschnitt?

»Rund um den Kaiserschnitt gibt es enorme Emotionen«

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Foto:

guter / iStockphoto / Getty Images


Jedes dritte Kind kommt in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt – doch viele Mütter leiden, trotz PDA und Spinalanästhesie. Narkosearzt Peter Kranke klärt auf .

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre Susanne Beyer, Autorin der Chefredaktion

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