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Niger ruft Generalmobilmachung gegen Dschihadisten aus

28. Dezember 2025· Daniel Kastner

Die Militärjunta in Niger ordnet die vollständige Mobilisierung der Bevölkerung an. Damit soll der Kampf gegen islamistische Terrorgruppen intensiviert werden. Auch Enteignungen sind während dieser Phase vorgesehen.

Die Militärregierung von Niger hat eine umfassende Generalmobilmachung zur Bekämpfung dschihadistischer Gruppen eingeleitet. Dabei werden alle Bürger verpflichtet, Einberufungsbefehlen nachzukommen und sich an Verteidigungsmaßnahmen zu beteiligen. Laut einem Kabinettsbeschluss können während dieser Phase auch private Güter beschlagnahmt werden.

Das westafrikanische Land kämpft seit etwa einem Jahrzehnt gegen bewaffnete Gruppen, die mit al-Qaida und anderen Terrororganisationen verbunden sind. Die Lage in der Sahelzone hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft, besonders seit die Nachbarländer Mali und Burkina Faso ebenfalls unter Militärkontrolle stehen. Die drei Länder arbeiten über eine gemeinsame Antiterror-Einheit zusammen.

Niger war lange Zeit ein wichtiger demokratischer Partner des Westens in der Region, bis eine Militärjunta im Juli 2023 den gewählten Präsidenten stürzte. Seitdem hat sich das Land Russland zugewandt und westliche Streitkräfte aufgefordert, das Territorium zu verlassen. Die Europäische Union reagierte mit der Einstellung ihrer Budgethilfen, was erhebliche finanzielle Auswirkungen für das Land bedeutet.

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