Asiens Börsen unter Druck durch Ölpreise und Nahost-Konflikt
Steigende Energiekosten und fehlende Perspektiven für eine Beilegung des Iran-Konflikts belasten Aktienmärkte in Tokio, Shanghai und Hongkong. Anleger rechnen mit erhöhter Marktvolatilität.
Die Börsen in Asien zeigen sich am Freitag mehrheitlich schwach. Hintergrund sind die gestiegenen Ölpreise sowie wachsende Skeptiker über eine baldige Entspannung des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. Diese Unsicherheit verunsichert Investoren und führt zu Gewinnmitnahmen.
Der Tokioter Nikkei-Index fiel um 1,2 Prozent auf etwa 53.774 Punkte. In Südkorea verloren technologielastige Werte fast zwei Prozent, während die Börse Taiwan ein Prozent einbußte. Besonders stark betroffen war Honda Motor mit einem Kurseinbruch von über sechs Prozent, nachdem der Autobauer seine ersten Jahresverluste seit Jahrzehnten ankündigt. In Shanghai und Hongkong fielen die Kurse moderat.
Experten warnen vor anhaltender Instabilität an den Märkten. Neben den Energiekosten treibt auch die Angst vor steigender Inflation Anleger um und zwingt sie, ihre Erwartungen an die Geldpolitik der Notenbanken neu zu bewerten. Für die kommenden Wochen wird mit weiteren Schwankungen gerechnet.