Nikkei, Yen, Hang Seng: Asiens Börsen trotzen Nahost-Sorgen dank KI-Boom
Passanten vor einer Anzeigentafel in Tokio: Mit einem zwischenzeitlichen Plus von 1,4 Prozent erreichte der Leitindex Nikkei abermals ein neues Rekordhoch. Foto: REUTERS
Tokio, Sydney, Peking. Der anhaltende Boom im Technologiesektor hat die neuen Nahost-Sorgen der Anleger in Asien am Montag größtenteils ausgeglichen.
- In Tokio beendete der Leitindex Nikkei den Handel rund ein Prozent stärker bei 66.928 Punkten. Mit einem zwischenzeitlichen Plus von 1,4 Prozent erreichte der Leitindex abermals ein neues Rekordhoch.
- Auch die Börse in Südkorea beendete den Handel mit einem Plus von 3,7 Prozent bei 8788 Punkten deutlich fester. Zwischenzeitlich stieg der Kospi um bis zu 4,7 Prozent auf den neuen Höchststand von 8874 Punkten.
- Die Börsen in Taiwan und Hongkong legten um rund 1,5 und ein Prozent zu.
- In China gaben die wichtigsten Indizes nach uneinheitlich ausgefallenen Konjunkturdaten leicht nach.
Die Aussicht auf eine engere Zusammenarbeit mit dem US-Chipkonzern Nvidia
Hintergrund sind erwartete Treffen von Nvidia-Chef Jensen Huang mit südkoreanischen Führungskräften in dieser Woche, die Hoffnungen auf neue Partnerschaften bei Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik weckten. „Nvidia braucht Korea“, sagte Analyst Jeff Kim von KB Securities.
Beflügelt wurde Samsung zudem von Rekorddaten bei den südkoreanischen Halbleiterexporten im Juni. Zudem hatte der Konzern am Freitag mitgeteilt, erste Muster seiner neuesten Speicherchips (HBM) an Kunden wie Nvidia auszuliefern. Analysten zufolge holt Samsung damit im wichtigen KI-Segment zum heimischen Rivalen SK Hynix
In Japan bremsten jedoch steigende Kosten die Euphorie etwas. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie fiel im Mai leicht auf 54,5 Punkte. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere das Vorrücken Israels in den Libanon und die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, treiben die Rohstoffpreise in die Höhe.



