Nordkorea feiert verspätetes Krankenhaus als Propagandaerfolg
In Pjöngjang wurde ein Krankenhaus mit großem Tamtam eingeweiht – fünf Jahre später als geplant. Nordkoreas Machthaber nutzt das Vorzeigeprojekt trotz der Verzögerung für seine Propagandamaschinerie.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat in der Hauptstadt Pjöngjang die Eröffnung eines Krankenhauses gefeiert. Das Großprojekt sollte bereits vor fünf Jahren fertiggestellt sein, wurde aber massiv verzögert. Trotz der erheblichen Verspätung nutzt das Regime die Einweihung für seine Propaganda und inszeniert das Ereignis für die Weltöffentlichkeit.
Das Vorgehen erinnert an ähnliche Fälle, bei denen Nordkorea Prestigeprojekte zur Selbstdarstellung nutzt. Ein weiteres Beispiel ist die Präsentation eines neuen Kriegsschiffes, obwohl ein Vorgängermodell beim Stapellauf zu sinken drohte. Solche Feiern dienen dem Regime dazu, Stärke und Leistungsfähigkeit zu suggerieren.
Die tatsächliche Lage in Nordkorea steht im Kontrast zu diesen inszenierten Bildern. Fachleute sehen darin ein klassisches Muster der Diktatur: Symbolische Großprojekte sollen von wirtschaftlichen Problemen und Mängeln im Land ablenken.