Norwegen beschlagnahmt russisches Kreuzfahrtschiff
Norwegische Behörden haben ein russisches Schiff vor Spitzbergen festgesetzt. Der Grund: ein ukrainisches Unternehmen fordert Schadensersatz wegen der russischen Krim-Annexion.
Vor der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen ist es zu einer maritimen Beschlagnahme gekommen. Norwegische Behörden haben ein russisches Kreuzfahrtschiff aus dem Verkehr gezogen. Hintergrund sind Ausgleichsforderungen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz.
Das Unternehmen verlangt Entschädigungen, die mit Russlands völkerrechtswidriger Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 zusammenhängen. Die Beschlagnahme soll diese Ansprüche durchsetzbar machen.
Der Fall zeigt, wie sich der Ukraine-Konflikt auch auf internationale Gewässer und Häfen auswirkt. Russische Schiffe und Vermögenswerte werden weltweit zunehmend als Druckmittel zur Geltendmachung von Schadensersatzforderungen herangezogen.