Erdrutsch in Norwegen zerstört wichtige Verkehrswege
Ein massiver Erdrutsch hat in Norwegen ein großes Loch in die Fernstraße E6 und die daneben verlaufende Bahnstrecke gerissen. Ein vermisster Arbeiter gilt als tot.
In der norwegischen Ortschaft Levanger, etwa 500 Kilometer nördlich von Oslo, ist es zu einem schweren Erdrutsch gekommen. Dabei versanken beide Fahrspuren der wichtigen Fernstraße E6 sowie die parallel verlaufenden Eisenbahngleise in einem riesigen Krater. Fotos zeigen das Ausmaß der Beschädigungen, die beide Verkehrswege vorerst unpassierbar machen.
Ein dänischer Arbeiter, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks an der Stelle befand, wird vermisst und gilt nach Polizeiangaben vermutlich als tot. Derzeit laufen Stabilisierungsarbeiten an der Bahnstrecke. Das zuständige Staatsunternehmen konnte bislang nicht klären, ob Baumaßnahmen an der Stelle zum Erdrutsch führten.
Anwohner berichteten, seit Jahren vor instabilen Bodenverhältnissen in der Region gewarnt zu haben. Behörden bestätigen, dass die Risiken des Untergrunds bekannt waren. Die Bürgermeisterin von Levanger betonte, dass die instabilen Bodenverhältnisse in der gesamten Trøndelag-Region verbreitet sind – weshalb die E6 an anderer Stelle bereits durch einen Tunnel führt.