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Bayern gibt Cranach-Gemälde an Erben jüdischen Kunstsammlers zurück

13. Dezember 2025· Hitkanal.FM Redaktion

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben ein Renaissance-Gemälde an die Nachkommen von Ernst Magnus zurückgegeben. Das Werk war dem Hannoveraner Bankier während der NS-Zeit unter Druck abgenommen worden.

Ein Gemälde aus dem frühen 16. Jahrhundert kehrt nach München zu seinen rechtmäßigen Erben zurück. Die »Heilige Anna Selbdritt« aus der Schule Lucas Cranachs des Älteren war Eigentum des jüdischen Bankiers Ernst Magnus aus Hannover, der die Kunstsammlung gemeinsam mit seiner Frau aufgebaut hatte.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann die systematische Enteignung der Familie Magnus. Um ihrer Verfolgung zu entkommen, floh die Familie 1935 in die Schweiz und später nach Kuba. Um ihre Ausreise zu finanzieren, mussten sie Teile ihrer Sammlung verkaufen – darunter 1941 das Cranach-Gemälde, das anschließend in den Besitz des NS-Funktionärs Hermann Göring gelangte. Ernst Magnus starb wenige Monate nach seiner Ankunft in Havanna.

Ein Rückgabeersuchen der Familie 2009 war noch gescheitert, da die Verkäufe in der Schweiz schwer einzuordnen waren. Neue Bewertungsrichtlinien des Schiedsgerichts für NS-Raubgut ermöglichen nun die Rückgabe, indem sie auch außerhalb des Reichsgebiets erzwungene Verkäufe anerkennen. Die Staatsgemäldesammlungen betonen damit ihre Verpflichtung gegenüber Opfern von NS-Unrecht und deren Nachkommen.

H
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