US-Supreme Court erlaubt Postversand von Abtreibungspillen
Das Oberste US-Gericht hat entschieden, dass der Versand des Abtreibungsmittels Mifepriston per Post vorerst fortgesetzt werden darf. Dies setzt eine Anordnung eines Berufungsgerichts außer Kraft.
Der Supreme Court hat sich in einem Streit um die Versandapotheke für Abtreibungspillen durchgesetzt. Die konservativ geprägte Richterbank gab einem Rechtsmittel des Pharmaunternehmens Danco Laboratories statt und erlaubte damit die Fortsetzung des Postversands von Mifepriston.
Dies widerspricht einem jüngeren Urteil eines Berufungsgerichts, das den Handel mit diesem Wirkstoff untersagt und Frauen verpflichtet hatte, für eine Behandlung direkt in Kliniken zu erscheinen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte diese Präsenzpflicht 2023 gelockert. Daraufhin reichte der republikanisch geführte Staat Louisiana Klage ein, der zu den Bundesstaaten mit den restriktivsten Abtreibungsregeln zählt.
Das Verfahren könnte sich noch längere Zeit hinziehen. Die aktuelle Entscheidung des Supreme Court ist vorerst nur eine vorläufige Regelung.