Olympia: Heftige Abrechnung von Ski-Star Linus Straßer nach dem Slalom!

Olympia: Heftige Abrechnung von Ski-Star Linus Straßer nach dem Slalom!

„Bin froh, dass das mein letztes Mal war“: Heftige Olympia-Abrechnung von Straßer!

Linus Straßer im ZDF-Interview

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Frust-Abrechnung nach dem olympischen Slalom! Unser Ski-Ass Linus Straßer (33) verpasst eine Medaille deutlich, landet am Ende auf Rang 9. Danach wird er aber im ZDF richtig deutlich und rechnet mit den Olympischen Winterspielen in Italien ab.

ZDF-Reporterin Amelie Stiefvatter (35) fragt: „Die Olympischen Spiele gehen damit vorbei. Du warst nicht so ganz zufrieden hier, oder? Es war sehr ruhig.“

Straßer: „Ich bitte dich. Meine komplette Familie ist da – mit Freunden und so weiter. Die stehen irgendwo mittendrin. Schau mal hinter dich, die Tribüne. Die Leute hocken da in fünf Meter Höhe. Du hast überhaupt keine Interaktion, nichts mit irgendwelchen Zuschauern. Wenn das der Genuss von Leistungssport sein soll, dann bin ich froh, dass das mein letztes Mal war.“ Rumms!

Straßer: „Darauf kann ich verzichten“

Anschließend wird Straßer noch gefragt, warum er dem Griechen AJ Ginnis, der beim Rennen sein Karriereende feierte, nicht gratulieren durfte. Der Deutsche erklärt süffisant: „Ja, streng verboten. Man muss natürlich den strikten Regeln folgen.“

Straßer weiter: „Es ist einfach, also schau, ich will auch immer nicht zu viel haten oder irgendwas, aber die Geschichte hinter Olympia ist unglaublich. Jeder will Olympiasieger werden, ich auch. Ich will auch eine Medaille gewinnen. Es geht aber um das Event an sich. Und wenn ich das einfach für mich persönlich bewerte, mit dem, was ich normal vorfinde, dann sind hier einfach wenig Emotionen, wenig Interaktionen mit Zuschauern, mit Fans. Und das ist doch am Schluss das, was es ausmacht. Das ist absolut steril. Also ich ganz ehrlich, kann darauf verzichten.“ Danach ist das Interview vorbei. Straßer geht bedient weiter.

In der Mixed Zone legt Straßer einige Minuten nach seinem ZDF-Interview noch einmal nach und sagt: „Es ist für den Arsch. Sagen wir es mal so, wie es ist. Du bist ewig weit weg von den Leuten. Als Sportler willst du doch diese Emotionen erleben. Ich will mit den Fans interagieren. Das ist hier einfach ein steriles Ding. Es ist cool, dass es Olympia gibt, aber für mich persönlich ist es total traurig. Ich würde gern viel positiver darüber sprechen. Aber es ist halt einfach nicht so.“

Auch die Entfernung der Olympia-Orte in Italien und die Zerstückelung der alpinen Ski-Wettbewerbe (Herren in Bormio, Damen in Cortina) nerven Straßer. Er sagt: „Wie gern hätte ich mit der Emma (Aicher, Anm. d. Red.) ihre Medaille gefeiert. Jetzt zeigen mir die Wettkämpfe hier in Bormio, dass Olympia in Peking doch eigentlich gar nicht so schlecht war. Da gab es zwar Corona, aber wir waren da alle zusammen. Es gab einen riesigen Speisesaal. Da gab es ein Miteinander. Das hier ist nicht das, was ich mir als kleiner Junge erträumt habe. Was die Emotionen angeht, waren diese beiden Spiele gleich. In China war niemand und hier sind zwar Leute, aber die sind so weit von mir entfernt, und dann stehe ich da wie so ein verlorener Hansel unten im Ziel.“

Den Olympiasieg im Slalom sichert sich der Schweizer Loïc Meillard (29). Atle Lie McGrath (25), Führender nach dem ersten Durchgang, fädelt ein und scheidet aus. Silber geht an Fabio Gstrein (28/Österreich), Bronze holt der Norweger Henrik Kristoffersen (31).

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