Olympia-News heute im Live-Ticker: Deutsche Viererbobs holen Gold und Silber

Olympia-News heute im Live-Ticker: Deutsche Viererbobs holen Gold und Silber

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Vielleicht bin ich der Einzige mit solchen Gedanken und vielleicht blamiere ich mich auch damit, aber: Könnte man nicht, damit auch Ungeübte das Spiel besser verfolgen können und nicht andauernd »die Scheibe« aus den Augen verlieren, über eine andere Farbkombination nachdenken? Vielleicht ginge es ja, das gesamte Eis zu schwärzen und den Puck in dieses Tennisballneongelb zu färben. Nur mal so ’ne Idee.

In der Eispause wird, wir sind nun mal in Italien, kostenlose Pasta an Zuschauerinnen und Zuschauer verteilt. Das Spiel schmeckt bisher nur den Amerikanern, Kanada kann die optische Überlegenheit (7:2-Torschüsse) nicht ausnutzen.

Die USA führen!

Das erste Tor der Partie: Nach einem Puckverlust Kanadas fummelt sich US-Stürmer Matt Boldy mit viel Geschick zwischen zwei Kanadiern hindurch, die es einfach nicht schaffen, den Gegner aufzuhalten. Seine tolle Einzelaktion veredelt Boldy mit einem schönen Abschluss zum 1:0.

Marcus Krämer

Reporter in Mailand

Marcus Krämer

Die Stimmung in der Halle war im bisherigen Turnierverlauf eher bescheiden, das kann man heute nicht sagen. Die Kanadier sind in der Überzahl, »Let‘s go Canada« wurde bereits angestimmt. Das größte Raunen geht aber bei gelungenen Checks durch das Rund.

Auch Wayne Gretzky ist in der Halle. Die kanadische Eishockey-Legende war lange NHL-Rekordscorer, wird von vielen Fans und Experten als bester Eishockeyspieler der Historie bezeichnet. Außerdem gilt der 65-Jährige als Freund von US-Präsident Donald Trump.

Jetzt sind auch die Kanadier mal vor das Tor gekommen. Danach kommen sich Jake Sanderson (USA) und Brandon Hagel ins Gehege. Es wird gezerrt und geschubst, die beiden Streithähne müssen getrennt werden. Hier ist richtig Feuer drin!

Das Finale hat begonnen, zunächst sind die USA am Drücker und kommen auch schon zu einem ersten gefährlichen Abschluss, den Torwart Jordan Binnington aber abwehren kann. Ein, zwei harte Checks haben wir auch schon gesehen, die beiden Mannschaften werden sich hier offenbar gar nichts schenken.

Willkommen zum Eishockeyfinale 

Mit diesen wunderschönen Anzügen stimmen wir Sie auf das heutige Eishockeyfinale in Mailand ein. Es ist ein sonniger Tag in der Lombardei, das Thermometer zeigt 14 Grad, um gleich mal ein bisschen Neid zu verbreiten.

Es ist das absolute Traumfinale, USA gegen Kanada, zwei Kader gespickt mit NHL-Stars, die sportliche Brisanz ist gewaltig. US-Präsident Donald Trump hatte auch überlegt, zu kommen. Sie können selbst entscheiden, ob seine Absage eine gute Nachricht ist oder nicht. Denn politisch ist die Stimmung zwischen den beiden Nationen auch, nun ja, angespannt. 

Hier in der Santagiulia-Arena scheinen deutlich mehr kanadische Fans zu sein. Aber warten wir es ab, bei dem Wetter flanieren die Zuschauerinnen und Zuschauer gemütlich zur Halle. Beide Teams haben das Eis längst betreten, es wird sich aufgewärmt. Und der DJ gibt Vollgas. 

Schweden jubelt über Curling-Gold

In einem engen Finale setzen sich die Schwedinnen 6:5 gegen die Schweiz durch. Im zehnten End reicht ein schlankes 1:0, um den Triumph zu besiegeln.

Kanadier Crosby verpasst das Duell um Gold

Keine Stunde mehr bis zum Höhepunkt am Abschlusstag der Spiele: Die USA und Kanada kämpfen ab 14.10 Uhr um Gold im Eishockey der Männer. Nicht mit dabei ist offenbar der kanadische Kapitän Sydney Crosby. Der 38-Jährige ist nach seiner Knieverletzung nicht rechtzeitig fit geworden für das Duell der Erzrivalen, berichtet die Nachrichtenagentur AP, er hatte bereits das Halbfinale gegen Finnland verpasst.

Für Kanada ist sein Ausfall eine Tragödie, immerhin ist Crosby eine der größten Legenden in der Geschichte dieses Sports. Das US-Sportportal »The Athletic« sortierte ihn in einer ewigen Rangliste der besten NHL-Spieler vor ein paar Monaten auf Platz vier ein.

Wer ein Gefühl für die Rivalität zwischen Kanada und den USA bekommen möchte, muss bloß bis zu einem Duell vor etwa einem Jahr zurückblicken: In den ersten neun Sekunden der Partie brachen drei Kämpfe aus. Die USA gewannen das Match in Montreal mit 3:1. 

Ammour gehört die Zukunft im Bob

Nicht untergehen sollte dabei die tolle Leistung von Adam Ammour. Der 24-Jährige von Eintracht Frankfurt fuhr auf Platz vier, er hatte nach dem dritten Lauf noch auf Rang drei gelegen und hätte seine zweite Medaille nach Bronze im Zweierbob holen können. Daraus wurde nichts, er und sein Bruder Issam, der einer seiner Anschieber ist, gingen leer aus. Dennoch eine starke Leistung von Ammour, einem Bobfahrer aus Hessen, das ist eine Kuriosität, es gibt dort keine Bahn.

Der Vater der beiden stammt aus Algerien, die Mutter ist in Frankreich geboren. Im Internet werden die beiden etwa als »Quotenausländer« beschimpft. »Es ist teilweise schmerzhaft, das zu lesen, aber ich stehe da drüber. Als Sportler leiste ich mehr für Deutschland als diese Leute, die den Hass verbreiten«, sagte Issam Ammour der »Zeit«. Heute reichte es für Adam Ammour und sein Team nicht für eine Medaille, das ärgert sie, natürlich. Aber der 24-Jährige hat klargemacht: Ihm gehört die Zukunft, der deutsche Bobsport ist auch in den nächsten Jahren in besten Händen. 

GOLD FÜR LOCHNER!

Friedrich gewinnt die Silbermedaille. Dahinter landet das Schweizer Team von Michael Vogt auf dem Bronzerang, Adam Ammour wird nur Vierter.

Auch Lochner kommt leicht ins driften, aber er rast weiter hinab. Das muss reichen!

Lochner ist auf der Bahn, der Start ist geglückt, zweitbeste Zeit.

Der Bob mit Friedrich überholt die Schweizer, am Ende ist es eine halbe Sekunde Vorsprung. Silber ist sicher, jetzt geht es um Gold. Behält Lochner die Nerven? 

Adam Ammour verpasst Bronze, wie bitter! Nach einem guten Start driftet er an einer Kurvenausfahrt und verliert entscheidend an Geschwindigkeit. Nur neun Hundertstelsekunden fehlen zum Schweizer Quartett.

Was für ein Start, die Schweizer Crew um Pilot Michael Vogt gibt alles, um noch eine Medaille zu holen. Aber reicht das? Jetzt Ammour. 

Der italienische Bob um Baumgartner startet schneller als im dritten Durchgang, unter dem Lärm der italienischen Fans fährt er vorläufige Bestzeit. Aber die besten vier Bobs kommen noch. Jetzt sind die Schweizer dran, können Sie Adam Ammour den dritten Rang streitig machen?

Der Finallauf im Viererbob läuft, grad rauschen die Österreicher um Pilot Markus Treichl durch den Eiskanal. Noch fünf Bobs, dann starten die Deutschen. Wird es das Set aus Bronze, Silber und Gold?

Seit 33 Minuten darf in Toronto der Alkohol fließen

In der kanadischen Provinz Ontario hilft die Regierung bei der richtigen Vorbereitung auf das Duell mit den USA in etwas weniger als zwei Stunden. Zumindest den Fans. Seit 6 Uhr morgens dürfen Bars und Restaurants in Toronto und im Rest der kanadischen Provinz Alkohol ausschenken. Für das Finale um 8 Uhr morgens Ortszeit sind die Alkoholgesetze gelockert worden. »Lasst uns alle zusammenkommen, lokale Unternehmen unterstützen und Team Kanada anfeuern!«, forderte Ontarios Premierminister Doug Ford die Bevölkerung auf.

Auch in der Provinz Manitoba dürfen laut US-Sender CBS bestimmte Lokale bereits am Morgen Alkohol ausschenken – unter Bedingungen: Die Fernsehgeräte müssen eingeschaltet sein und das Olympiaprogramm muss laufen.

Was für eine Genugtuung für Ebba Andersson. Wir erinnern uns: In der Staffel stürzte sie kurios, überschlug sich, ein Ski ging kaputt. Sie lief auf einem Ski weiter, es dauerte ewig, bis ein Betreuer kam (der auch stürzte) und ihr einen neuen Ski brachte. Es war eine der Szenen dieser Spiele. Auch, weil der Sturz Folgen hatte: Die hochfavorisierte schwedische Staffel verpasste das eingeplante Gold. Und Andersson bekam viel Häme ab. Schön für sie, dass diese Spiele nun so versöhnlich enden für die Schwedin.

Andersson holt Langlauf-Gold für Schweden

Das erste olympische Langlaufrennen über 50 Kilometer für Frauen gewinnt die Schwedin Ebba Andersson. Nach drei Silbermedaillen in Italien (10 Kilometer Freistil, 20 Kilometer Skiathlon und Staffel) darf die 28-Jährige endlich auch über Gold feiern. Silber geht an die Norwegerin Heidi Weng, dahinter gewinnt Nadja Kaelin aus der Schweiz in einem spannenden Finish mit mehreren Verfolgerinnen Bronze. Hennig-Dotzler beendet das Rennen als Neunte.

Für Gu war es die letzte Chance auf Gold in Italien. Die 22-Jährige ist die erfolgreichste Ski-Freestylerin der Geschichte, bei diesen Winterspielen hatte sie bislang aber nur jeweils über Silber im Slopestyle sowie im Big Air jubeln dürfen. Vor vier Jahren gewann sie in Peking Gold im Big Air und wie auch diesmal in der Halfpipe.

Gu krönt sich zur Halfpipe-Königin

Olympische Wintermedaille Nummer sechs für Eileen Gu. Im dritten Lauf toppt sie die 94,00 Punkte sogar noch einmal um 0,75 Punkte. Damit sichert sich die Chinesin Gold vor ihrer Landsfrau Fanghui Li (93,00). Bronze geht an Zoe Atkin (92,50) aus Großbritannien.

In der Halfpipe sind zwei von drei Läufen absolviert. Den bislang besten Score hat Eileen Gu (Foto) mit 94,00 Punkten im zweiten Versuch erzielt. Der erste war mit 30,0 Punkten noch völlig missraten, jetzt ist die Chinesin aber in Führung. Dahinter folgen Fanghui Li (China) und die Britin Zoe Atkin. Jetzt spitzt sich die Lage zu, gleich haben wir eine Entscheidung.

Im Curling-Finale der Frauen gleiten inzwischen die Steine. Nach dem zweiten End führen die Schwedinnen mit 2:0 gegen die Schweiz.

Russin Neprjajewa »klaut« Hennig Dotzlers Ski

Kleine Kuriosität beim Langlauf, die beinahe zur Kontroverse geworden wäre: Die russische Läuferin Darja Neprjajewa, die unter neutraler Flagge antritt, hat Katharina Hennig Dotzler (Foto) die Wechselski geklaut – allerdings ist dabei eher von einem Versehen auszugehen. Im Start-Ziel-Bereich liegen frisch gewachste Ski bereit, mit denen man schneller ist, alle fein sortiert für die jeweilige Läuferin. Dabei hat Neprjajewa offenbar die Ski verwechselt und die falschen genommen.

Weil Hennig Dotzlers Ski weg waren, mussten ihre Techniker in aller Eile Ersatzski zur Stelle bringen. Gerade rechtzeitig – laut DSV-Angaben zehn Sekunden vor Hennig Datzlers Ankunft in der Wechselbox – hat das auch geklappt. Dafür musste das gesamte System zum Wachsen neu gestartet werden. »Jedes Bügeleisen, jede Wanne, jede Rotorbürste war bereits eingepackt. Da braucht man erst einmal Rüstzeit, bevor man überhaupt wieder anfangen kann, einen Ski zu wachsen. Das war schon eine echte Herausforderung«, sagte der Cheftechniker der Langläufer. 

Jemand aus Hennig Dotzlers Team war gerade live im ZDF-Interview zu der Sache und bestätigte, dass Hennig Dotzler von der ganzen Sache überhaupt nichts mitbekommen hat.

Wo wir schon bei Noltes und Levis Überlegungen sind: Jonas Kraus, der für uns in Italien unterwegs ist, hat sich etwas genauer mit den beiden Bob-Pilotinnen befasst und warum sie jetzt doch erwägen, bis zu den nächsten Winterspielen 2030 weiterzumachen.

Den Bericht aus Cortina d’Ampezzo finden Sie hier.

Rücktritt von Rücktrittsgedanken bei Gold-Pilotin Nolte?

Gemeinsam mit Anschieberin Deborah Levi hat Laura Nolte im Deutschen Haus ihre Zweierbob-Goldmedaille gefeiert – und offenbar laut über die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen nachgedacht. »Gucken wir mal, was die Zukunft bringt«, soll Nolte mit einem verschmitzten Lächeln gesagt haben.

Eigentlich, sagt Laura Nolte, sei der Plan gewesen, nach den Olympischen Winterspielen in Norditalien aufzuhören. »Ich glaube, das haben wir uns jetzt beide so ein bisschen anders überlegt.«

Wir blicken mal eben rüber ins Val di Fiemme, wo die Langläuferinnen gleich die Hälfte der zu bewältigenden 50 Kilometer geschafft haben. An der Spitze gibt es ein einsames Duell zwischen Ebba Andersson (Schweden) und Heidi Weng (Norwegen), zum Rest klafft eine Lücke von einer Minute. Hennig Dotzler (Foto, rechts), die einzige Deutsche, ist gerade Zehnte. In Reichweite der Medaillen wird sie voraussichtlich nicht mehr kommen.

Phelps gratuliert seinem Winter-Pendant Klæbo

Schwimm-Ikone Michael Phelps (USA) hat dem norwegischen Skilanglaufstar Johannes Høsflot Klæbo nach dessen sechstem Gold bei diesen Olympischen Winterspielen gratuliert. »Herzlichen Glückwunsch an Johannes, der nun zu einem erlesenen Kreis gehört«, schrieb der 40 Jahre alte Rekord-Olympionike in einer Botschaft an das norwegische Fernsehen.

Phelps, der in seiner Karriere 23 Goldmedaillen gewann, und Klæbo, der auf elf kommt, sind die einzigen Sportler in der olympischen Geschichte, die Siege in zweistelliger Zahl gesammelt haben.

»Es ist unglaublich, die Gelegenheit zu haben, etwas zu sehen, was seit Beginn der olympischen Geschichte nur wenigen gelungen ist«, schrieb Phelps: »Ich weiß, wie viel harte Arbeit und Hingabe dahinterstecken.«

Gu peilt sechste Medaille an

Eigentlich hätte das Halfpipe-Finale der Ski-Freestylerinnen schon gestern stattfinden sollen. Ein heftiger Schneesturm machte das aber unmöglich, weshalb der Wettkampf heute nachgeholt wird. Um 10.40 Uhr beginnen die Athletinnen mit dem ersten von drei Sprüngen. Am Ende zählt der beste Versuch.

Im Fokus steht – wieder mal – die chinesisch-amerikanische Freestyle-Künstlerin Eileen Gu. Wenn die 22-Jährige heute erneut aufs Podium kommt, wäre es ihre sechste Medaille bei Olympischen Winterspielen. In der Halfpipe ist Gu sogar aktuelle Titelverteidigerin, sie zählt also zu den Mitfavoritinnen. Ein Sieg dürfte ihren Stern noch höher steigen lassen, als er ohnehin schon steht: Als Freestylerin verdient Gu 23,1 Millionen US-Dollar pro Jahr – wie das geht, erfahren Sie in diesem Text unseres Reporters Florian Haupt.

Team Deutschland im Eiskanal vor Dreifachsieg?

Auch nach dem dritten Lauf im Viererbob ist ein deutscher Dreifachsieg am letzten Olympia-Tag möglich: Johannes Lochner (Foto) führt weiterhin vor Dauerrivale Francesco Friedrich, auf dem dritten Rang folgt Adam Ammour.

Aber es ist eng: Ammour hat nur neun Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Schweizer Piloten Michael Vogt, dahinter lauert der italienische Bob um Patrick Baumgartner.

Wer wissen will, warum die deutschen Bobs so schnell sind, dem empfehle ich den tollen Text von meinem Kollegen Lukas Brems. Er hat mit dem Direktor des Berliner Forschungsinstituts gesprochen, wo die Schlitten gebaut werden. Hier können Sie das Interview lesen.

»Gleichmacherei und nicht Gleichberechtigung«: Hennig Dotzler kritisiert Langlauf-Distanz

Gleich um 10 Uhr starten die Frauen im Langlauf, erstmals über 50 Kilometer. Nicht alle Athletinnen sind vor dem Start begeistert: »Ich bin definitiv dagegen, dass Frauen 50 Kilometer laufen«, sagt Langläuferin Katharina Hennig Dotzler, Olympiasiegerin im Teamsprint 2022 in Peking. »Wir Frauen haben einen anderen Körper. Die Biologie ist eine andere. Da fühle ich mich auch nicht diskriminiert.« Das sei »Gleichmacherei und nicht Gleichberechtigung«. Bei den vergangenen Olympia-Ausgaben waren die längsten Frauenrennen 30 Kilometer lang.

Wenn es gleich losgeht, fehlt mit der Schwedin Frida Karlsson eine Topfavoritin. Wie Schwedens Team mitteilte, leidet die Olympiasiegern im Skiathlon und über 10 Kilometer an einer Erkältung. Auch ihre Teamkollegin Jonna Sundling muss passen. In der deutschen Mannschaft gibt es ebenfalls einen Ausfall. Katherine Sauerbrey tritt nicht an, weil sie nach DSV-Angaben leicht angeschlagen ist. Damit ist Hennig Dotzler die einzige deutsche Starterin.

Ein letztes Gold für Deutschland? 

Herzlich willkommen aus Cortina d’Ampezzo. Das Wetter sieht heute wieder deutlich freundlicher aus als gestern, einer Verlängerung der deutschen Festspiele im Eiskanal steht also nichts entgegen. Gestern Abend holte Laura Nolte im Zweierbob Gold vor Lisa Buckwitz, die Medaillen wurden ausgiebig im Deutschen Haus gefeiert.

Gut möglich, dass die Party heute fortgesetzt wird, denn es geht ein letztes Mal in den Eiskanal, es stehen der dritte und vierte Lauf im Viererbob der Männer auf dem Plan. Los geht es mit dem dritten um 10 Uhr. Nach zwei Durchgängen führt Johannes Lochner, schon Sieger im Zweierbob, deutlich vor Dauerrivale Francesco Friedrich.

»Wenn ich mich morgen noch mal zusammenreiße und die zwei Läufe noch besser mache, können wir mit einem guten Ergebnis rechnen«, sagte Lochner gestern – ein krasses Understatement. Auf Platz drei liegt Adam Ammour. Die deutsche Bob-Dominanz ist erdrückend für die Konkurrenz, ein Dreifachsieg scheint möglich. 

Daniela Maier: Von der Skipiste ins Fernsehen?

Olympiasiegerin Daniela Maier kokettiert nach ihrem Skicross-Gold mit neuen Disziplin: Tanzen und Television. Dafür bringt sich die 29-jährige Schwarzwälderin selbst ins Spiel für die beliebte RTL-Sendung »Let’s Dance«. Wie Maier der »Bild am Sonntag« sagte, würde sie ein Angebot vom Sender wohl annehmen. »Ich tanze schon manchmal gern, kann aber nicht wirklich gut klassisch tanzen. Aber das wäre eine coole Herausforderung.«

Auch einen Auftritt in der Sat.1-Show »Das große Promibacken« kann sich die 29-Jährige gut vorstellen. »Im Dezember gibt es für die ganze Mannschaft immer Plätzchen von mir«, sagte Maier. Für sich selbst hat sie nach dem Triumph bei den Winterspielen eher kleine Wünsche. »Ich will mir ein neues Handy kaufen, weil meins ein bisschen älter ist. Und ich will mir einen schönen Urlaub gönnen«, sagte Maier.

Kanadischer Gold-Curler: »Ich hätte das besser lösen können«

»Fuck off«, rief der kanadische Curler Marc Kennedy zu Beginn des Curling-Turniers seinem schwedischen Kontrahenten Oskar Eriksson entgegen. Der hatte ihm Schummelei vorgeworfen, Kennedy soll den Stein mehrmals berührt haben.

Nach dem Finalsieg der Kanadier gegen Großbritannien am Samstag äußerte sich Kennedy zum Wortgefecht: »Ich hätte das besser lösen können, absolut«, sagte er. »Aber was geschehen ist, ist geschehen.« Es habe viel Hass nach der Szene gegeben, das Team habe einiges durchmachen müssen in der vergangenen Woche. Nun sei er stolz, seine Mitspieler mit der Goldmedaille zu sehen.

Moin moin, liebe Leserinnen und Leser! Was kann es Schöneres geben, als sich bei Regenwetter (zumindest hier in Hamburg) mit Kaffee und Franzbrötchen (wie gesagt: Hamburg) auf dem Sofa einzurichten und ein letztes Mal stundenlang Olympia zu schauen? Wir schreiben Tag 17 der Winterspiele in Italien, danach ist erstmal Schluss. Für diesen Anlass sind Jonas Mielke und ich ein bisschen früher aufgestanden, um Sie mit allem Wichtigen zu diesem Olympia-Finale zu versorgen. Wir freuen uns, viel Spaß!

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