JAAAAA! Deutschland hat wieder einen Olympiasieger im Skispringen!
Philipp Raimund (25) springt am Montagabend zu Gold von der Normalschanze. Nach 102 Metern und Platz 1 im ersten Durchgang geht der Super-Adler als Letzter vom Schanzentisch und segelt auf 106,5 Metern.
Silber geht an Kacper Tomasiak aus Polen, Bronze holen Ren Nikaido (Japan) und Gregor Deschwanden (Schweiz).
Raimund überglücklich in der ARD: „Der erste Sprung, vor dem war ich scheiße nervös. Und dann vorm zweiten Sprung sind die hier alle ausgerastet. Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Aber ich bin so, so stolz darauf, dass ich es geschafft habe.“
Was für ein Mega-Triumph. Im Weltcup ist Raimund noch ohne Sieg, jetzt krönt er sich bei seinen ersten Olympischen Spielen zum fünften deutschen Olympiasieger nach Andreas Wellinger (30), Jens Weißflog (61), Hans-Georg Aschenbach (74) und Helmut Recknagel (88)!
Völlige Ekstase bei Philipp Raimund
Neben weiten Flügen und starken Landungen profitiert er auch von den Patzern der anderen Top-Favoriten. Vor allem Tourneesieger und Weltcup-Dominator Domen Prevc (26), der diese Saison bereits zwölf Saisonsiege feierte, kommt auf der kleinen Schanze von Predazzo nicht auf sein gewohntes Niveau, landet nur auf Rang 6 – 12,3 Punkte hinter Raimund.
In der ersten Reihe fiebern Raimunds Mutter Kathrin (2.v.l.) mit den Brüdern Joel und Fabian
Beflügelt wird unser Super-Adler auch von seiner Familie. Neben Mutter Kathrin jubeln seine Geschwister Fabian (28) und Joel (16). Um beim Springen dabei zu sein, bekam der Jüngere sogar extra eine Freistellung von der Schule.
Raimund-Papa fehlt im Stadion
Bitter: Papa Christian verpasst den bisher größten Triumph seines Sohnes, weil er als Skisprung-Trainer mit den Damen der Schweiz in Seefeld trainiert. Die machen beim Mixed-Wettbewerb am Dienstag (18.45 Uhr) nicht mit, weil die Eidgenossen nur eine gute Frau haben.
Spannend: Dass es für Raimund weit gehen kann, ahnte sein Bruder Fabian schon vorher: „Ich möchte es nicht verschreien, aber ein Podest ist möglich“, sagte er in der ARD.
Eine Medaille war theoretisch auch für Felix Hoffmann (28) drin. Doch nach einer verpatzten Landung im ersten Durchgang reichte es am Ende nur für Platz 14. Andreas Wellinger (30) und Pius Paschke (35) landen auf den Rängen 17 und 23.



