Ist das bitter! Wir verpassen die nächste Skisprung-Medaille, weil der Wettbewerb wegen zu starken Schneefalls abgebrochen wird! Im neuen Wettbewerb Super Team verpassen Olympiasieger Philipp Raimund (25) und Andreas Wellinger (30) nur um 0,3 Punkte (16 Zentimeter) die Bronze-Medaille. Gold geht an Österreich, Silber an Polen und Bronze holt Norwegen.
Im Wettbewerb springt jeder jeweils dreimal. Kurz vor den letzten sechs Springern wird es plötzlich chaotisch. Als es um die Medaillen geht, setzt extremer Schneefall ein. Dazu gibt es Aufwind – der Raimund auf 136 Meter fliegen lässt. Deutschland hofft. Wir liegen auf Platz 1! Danach müssen noch Polen, Norwegen, Japan und Österreich ran.
Bei widrigen Bedingungen stürzt Polens Top-Flieger Kacper Tomasiak (19) auf 124,5 Meter ab. Kurz danach folgt die Entscheidung: Abbruch! Es zählt das Ergebnis nach dem 2. Durchgang.
Raimund sichtlich enttäuscht: „Sie hätten weitermachen sollen. Das wäre der spannendste Wettkampf überhaupt geworden. Ich habe gezeigt, dass ich die Schanze geknackt habe. Es ist einfach nur Scheiße. Es sind sehr viele Sachen unglücklich gelaufen. Die hätten doch auch 15 Minuten warten können. Aber die Jury entscheidet.“
Bundestrainer Stefan Horngacher: „Ende gut, gar nix gut. So ist es eben. Aber warum die nicht warten, ich verstehe es nicht. (…) Jetzt brauch ich ein Frust-Bier.“
Bereits vorher fliegen die Ösis Jan Hörl (27) und Stephan Embacher (20) in ihrer eigenen Liga. Der Kampf um Silber und Bronze ist dagegen extrem spannend. Auch Deutschland darf dank Raimund hoffen. Die ersten zwei Sprünge von Wellinger (127,5 Meter/123,5 Meter) gleicht unser Olympiasieger immer wieder aus.
Nach Raimunds Flügen auf 137 Meter und 137,5 Meter liegen die DSV-Adler als Vierte vor dem letzten Durchgang nur 0,3 Punkte hinter Norwegen auf dem Bronze-Platz. Doch weil Wellinger erneut kürzer springt als die Konkurrenz (130 Meter), fällt Deutschland auf Platz fünf zurück – 11,5 Punkte hinter Norwegen!
Doch letztlich spricht jeder nur über das starke Schneetreiben …
Die Fans in Predazzo hätten aber lieber noch mehr Skispringen gesehen, buhen daher gegen die Entscheidung.



