Otto entfernt Kinder-Hijabs nach Kritik
Das Online-Versandhaus Otto hat Kopftücher für Kinder von seiner Plattform genommen. Der Schritt folgte auf öffentliche Kritik von Politikern.
Das Traditionsversandhaus Otto hat sich zu einem Vorfall mit Kinder-Kopftüchern geäußert. Über seinen Online-Marktplatz waren bis Donnerstagnachmittag Hijabs und Gebetskleider für Mädchen ab fünf Jahren angeboten worden – teilweise mit Fotos von verschleierten Kindern.
Nach öffentlicher Kritik hat Otto die betreffenden Artikel vorübergehend deaktiviert. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber Medien, dass Marktplatzpartner die Produkte verkauft hatten. Der Online-Einzelhandel betonte, dass der Verkauf solcher Artikel in Deutschland legal sei. Trotzdem wolle man intern klären, wie mit religiösen Symbolen bei Produkten mit Kinderbezug künftig verfahren wird.
Mehrere Politiker haben sich kritisch zum Fall geäußert. FDP-Vertreter und CSU-Sicherheitsexperten argumentierten, dass solche Angebote nicht mit deutschen Werten vereinbar seien. Das Versandhaus müsse sich fragen, für welche Werte es stehe.