Warwara Worontschichina gewinnt Russlands erste Paralympic-Goldmedaille seit Sotschi
Die 23-jährige Alpine Skirennfahrerin sichert sich in Cortina d'Ampezzo den Super-G-Sieg und beschert Russland die erste Goldmedaille unter eigener Flagge seit zwölf Jahren.
Warwara Worontschichina hat Russland bei den Paralympics 2026 in Cortina d'Ampezzo triumphiert. Die junge Sportlerin aus Ostsibirien gewann den Super-G der stehenden Startklasse mit deutlichem Vorsprung von 1,96 Sekunden vor der Französin Aurelie Richard. Das Ergebnis bedeutet für die Russische Föderation die erste Goldmedaille unter eigenem Namen seit den Heimspielen 2014 in Sotschi.
Worontschichina hatte bereits bei ihrer zweiten Medaille des Turniers Tränen der Freude vergossen. Zugleich erhielt Russland damit erstmals seit der Wiederzulassung eine olympische Flagge und Hymne bei einer Siegerehrung. Die hochkarätige schwedische Konkurrentin Ebba Arsjö, die über zwei Jahre ungeschlagen war, musste sich mit Bronze begnügen. Die deutsche Athletin Andrea Rothfuss erkämpfte sich einen vierten Platz.
Russlands Rückkehr unter eigener Flagge war zuvor umstritten gewesen. Nach dem Dopingskandal und dem Krieg gegen die Ukraine war das Land ausgeschlossen worden. Ein internationales Sportgericht hob diesen pauschalen Ausschluss jedoch auf. Dem russischen Team stehen insgesamt sechs Wildcards zur Verfügung, zwei davon wurden Worontschichina und ihrem Teamkollegen Alexej Bugajew zugewiesen, der ebenfalls bereits eine Bronzemedaille gewonnen hat.