Personalausweis wird um ein Viertel teurer
Die Bundesregierung plant eine deutliche Gebührenerhöhung für Personalausweise. Erwachsene sollen künftig 46 statt 37 Euro zahlen. Das sorgt für Kritik, da die Bundesdruckerei millionenschwere Gewinne einfährt.
Die Kosten für einen Personalausweis für Bürger ab 24 Jahren sollen erheblich ansteigen. Statt 37 Euro werden künftig 46 Euro fällig – ein Plus von 24 Prozent. Das Bundesinnenministerium begründet die geplante Preiserhöhung mit gestiegenen Verwaltungs- und Produktionskosten, insbesondere durch höhere Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst der vergangenen Jahre.
Allerdings wirft die Erhöhung Fragen auf: Die bundeseigene Bundesdruckerei, die die Ausweise herstellt, machte 2023 einen Gewinn von über 160 Millionen Euro bei einem Gesamtumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Im Bereich der Ausweiserstellung kletterte der Umsatz sogar von 545 Millionen auf knapp 632 Millionen Euro. Zusätzlich erregt die hohe Vergütung der Geschäftsführung Aufmerksamkeit – der CEO verdiente 2023 knapp 900.000 Euro, deutlich mehr als der damalige Bundeskanzler.
Die Gebührenerhöhung ist noch nicht beschlossen. Für unter 24-Jährige ist ebenfalls eine Preisanpassung geplant. Hinzu kommen weitere Kosten, falls das digitale Foto in der Behörde gemacht wird.