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Pflegekassen steuern auf Milliardenloch zu

23. Mai 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Die deutsche Pflegeversicherung rutscht tiefer in die roten Zahlen. Für 2026 wird nun mit einem Defizit von einer Milliarde Euro gerechnet – ohne die Staatskredite sogar mit 4,2 Milliarden.

Die Finanzlage der gesetzlichen Pflegeversicherung verschärft sich dramatisch. Im ersten Quartal dieses Jahres entstand bereits ein Minus von 667 Millionen Euro. Der Spitzenverband der Krankenkassen warnt nun: 2026 droht ein Defizit von einer Milliarde Euro – und das, obwohl der Bund mit 3,2 Milliarden Euro einspringt. Ohne diese Notfallkredite läge das tatsächliche Loch bei über vier Milliarden Euro.

Der Grund für die Schieflage liegt nach Ansicht von Gesundheitsministerin Warken vor allem darin, dass immer mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft werden. Großzügige Leistungsausweitungen aus früheren Jahren schlagen nun voll zu Buche. Der Verband fordert dringend Reformen und beziffert den zusätzlichen Finanzbedarf für 2026 auf rund zehn Milliarden Euro.

Warken arbeitet an einer Pflegereform, doch bislang ist unklar, wann die Pläne dem Bundeskabinett vorgelegt werden. Verbandschef Oliver Blatt mahnt zur Eile: "Die Pflege in Deutschland lebt auf Pump." Ohne schnelle Maßnahmen könnten die Finanzprobleme 2026 nicht mehr zu bewältigen sein.

H
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