Pistorius plant verpflichtenden Reservedienst
Verteidigungsminister Pistorius will mehr Menschen in die Bundeswehr-Reserve bringen. Der Plan sieht vor, den Dienst zur Pflicht zu machen. Wirtschaftsverbände warnen vor Belastungen.
Der Bundestag befasst sich heute mit einem Gesetzentwurf, der die Reservestruktur der Bundeswehr grundlegend verändern soll. Verteidigungsminister Pistorius möchte die Zahl der Reservistinnen und Reservisten deutlich erhöhen und plant dafür eine Verpflichtung zum Reservedienst.
Das sogenannte Reservestärkungsgesetz zielt darauf ab, bis zum Jahr 2033 insgesamt 200.000 Reservekräfte aufzubauen. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel angesichts der aktuellen personellen Situation der Streitkräfte.
Aus der Wirtschaft formiert sich allerdings Widerstand gegen diese Pläne. Arbeitgeberverbände warnen vor erheblichen Belastungen für Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Dienste freistellen müssten. Die Debatte im Parlament wird zeigen, ob sich der Verteidigungsminister mit seinem Vorhaben durchsetzt.