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Planet Labs stoppt Veröffentlichung von Satellitenbildern aus dem Nahen Osten

05. April 2026· Nadine Sommer

Das US-Unternehmen Planet Labs wird auf Weisung der US-Regierung keine hochauflösenden Luftaufnahmen von Kriegsgebieten im Nahen Osten mehr öffentlich zugänglich machen.

Planet Labs hat angekündigt, seine bisherige Praxis zu ändern: Das Satellitenbildunternehmen wird hochauflösende Aufnahmen aus vom Krieg betroffenen Regionen des Nahen Ostens nicht mehr routinemäßig veröffentlichen. Stattdessen soll es künftig ein restriktives Zugangsmodell geben.

Hintergrund der Entscheidung ist eine Anweisung der US-amerikanischen Regierung an alle Anbieter von Satellitenbildern. Die Regierung fürchtet, dass Gegner wie der Iran oder die Hisbollah solche Aufnahmen nutzen könnten, um Angriffe zu planen. Planet Labs begründet die Maßnahme mit den außergewöhnlichen Umständen und erklärt, alles Mögliche zu tun, um die Interessen aller Beteiligten in Einklang zu bringen.

Künftig sollen Satellitenbilder aus der Region nur noch in Einzelfällen freigegeben werden – etwa für dringende humanitäre Zwecke oder im öffentlichen Interesse. Das Unternehmen rechnet damit, dass diese Einschränkung für die Dauer des Konflikts bestehen bleibt. Auch der Konkurrent Maxar hat bereits ähnliche Beschränkungen angekündigt. Besonders Journalisten und Nachrichtenmedien sind von dieser Entscheidung betroffen, da sie Satellitenaufnahmen regelmäßig zur Recherche in schwer zugänglichen Gebieten nutzen.

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