Mastercard-Chef Miebach: KI-Agenten als Zukunft des Bezahlens
Der deutsche Topmanager Michael Miebach sieht Mastercard im Wandel zu einem Technologie-Konzern. Im Podcast spricht er über das Ende klassischer Kreditkartennummern und autonome KI-Agenten beim Einkaufen.
Michael Miebach ist einer der wenigen Deutschen an der Spitze eines großen US-amerikanischen Konzerns. Als CEO von Mastercard diskutiert er im Handelsblatt-Podcast über die Zukunft des Zahlungsverkehrs und digitaler Geschäftsmodelle. Ein zentrales Thema: die geplante Abschaffung der 16-stelligen Kreditkartennummern, die viele Konsumenten kennen.
Besonders interessant ist Miebachs Vision eines "Agentic Commerce". Dabei sollen künftig KI-Agenten eigenständig Einkäufe für Nutzer tätigen und dabei Mastercard nutzen. Der Kreditkartenriese positioniert sich damit nicht nur als Zahlungsanbieter, sondern als umfassender Technologie-Partner für die digitale Wirtschaft. Ein weiterer Erfolgsfaktor für Mastercard: Das Geschäft mit Cybersecurity-Dienstleistungen wächst deutlich schneller als das klassische Kreditkartengeschäft.
Miebach äußert sich auch zur aktuellen US-Politik unter Präsident Trump, insbesondere zu geplanten Maßnahmen zur Deckelung von Kreditkartenzinsen. Obwohl Mastercard als Technologieanbieter nicht unmittelbar betroffen ist, warnt der Manager vor Nebenwirkungen: Banken könnten weniger Karten ausgeben, was die allgemeine Kreditverfügbarkeit reduzieren könnte.