Prien kritisiert Stolperstein-Verbot in Sachsen scharf
Die Bundesbildungsministerin nennt einen Stadtratsbeschluss in Heidenau einen Skandal. Die Stadt will die Verlegung von Stolpersteinen stoppen – Denkmäler, die an NS-Opfer erinnern.
Bundesbildungsministerin Bettina Prien hat das Verbot von Stolpersteinen in der sächsischen Stadt Heidenau scharf kritisiert. Der dortige Stadtrat hat beschlossen, dass keine neuen Gedenksteine mehr verlegt werden sollen. Prien bezeichnet diesen Schritt als Skandal.
Stolpersteine sind kleine Messingplatten im Straßenbelag, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Sie werden vor den ehemaligen Wohnhäusern von Deportierten und Ermordeten angebracht und stellen eine europaweit verbreitete Erinnerungsform dar.
Der Heidenauer Beschluss wird von der Bundesregierung als problematisches Signal für die Erinnerungskultur in Deutschland wahrgenommen. Prien betont damit die Bedeutung solcher Gedenkstätten für die historische Aufarbeitung.