Prozess um Fabians Tod: Verstörendes Verhalten des Vaters im Gerichtssaal
Im Rostocker Mordprozess um den achtjährigen Fabian sorgt der Auftritt des Vaters für Verstörung. Während die Mutter trauert, wirkt er unangemessen.
Im Rostocker Gerichtsverfahren zum Tod des achtjährigen Fabian sind am Dienstag deutliche Gegensätze zwischen den Eltern des Jungen deutlich geworden. Die Mutter äußerte sich emotional belastet über den Verlust ihres Sohnes, während der Vater Matthias R. im Zeugenstand durch ein andersartiges Verhalten auffiel.
Der Vater präsentierte sich in einer Weise, die viele Beobachter als unangemessen für einen Mordprozess empfanden. Er äußerte sich positiv über die Angeklagte Gina H., die laut Staatsanwaltschaft seinen Sohn mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt haben soll. Mit geschmacklosen Bemerkungen und ohne erkennbare emotionale Betroffenheit relativierte er zudem frühere Aussagen zum Verhältnis zwischen ihm und der Angeklagten.
Die Dynamik im Gerichtssaal wird durch diese Gegensätze geprägt, während der Prozess die tragischen Umstände des Todes des Kindes aufzuklären versucht.