USA und Ukraine nehmen Friedensgespräche wieder auf
Nach einer zweimonatigen Pause wollen Vertreter der USA und Ukraine in Florida erneut über ein Ende des Krieges verhandeln. Russland signalisiert hingegen wenig Kompromissbereitschaft.
Die diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand in der Ukraine nehmen wieder Fahrt auf. Präsident Selenskyj kündigte an, dass ab Donnerstag erstmals seit Ende März wieder Gespräche zwischen amerikanischen und ukrainischen Vertretern in Florida stattfinden werden. Das Weiße Haus bestätigte das Treffen mit einem ukrainischen Regierungsmitglied.
Moskau reagiert skeptisch auf die Verhandlungsinitiative. Ein Berater des russischen Präsidenten lehnte Gespräche ab, solange die Ukraine ihre Truppen nicht aus dem Donbass abzieht. Über zwei Monate lang hatte sich keine Seite zu neuen Verhandlungen bereit erklärt, auch weil sich die USA zuletzt stärker mit dem Iran-Konflikt befassten.
Parallel zu den diplomatischen Aktivitäten kündigt Russland eine einseitige Waffenruhe für den 8. und 9. Mai an – die Ukraine lehnt das als zynisch ab und machte selbst ein Gegenangebot, das Moskau ignorierte. Unterdessen fordern russische Behörden Kiewer Bürger auf, die Stadt zu verlassen. Selenskyj warnt zudem ausländische Regierungschefs davor, an der russischen Kriegsparade am 9. Mai teilzunehmen.