Ransomware bedroht europäische Infrastruktur
Cyberangriffe nehmen in der EU zu: Flughäfen wie Berlin und London wurden Opfer von Ransomware-Angriffen. Besonders staatliche Einrichtungen geraten ins Visier der Kriminellen.
Die Bedrohung durch Cyberangriffe verschärft sich in Europa deutlich. Große Verkehrsknotenpunkte wie der Flughafen Berlin-Brandenburg und Heathrow in London wurden in jüngster Zeit Ziele von Ransomware-Attacken. Die Folge waren erhebliche IT-Störungen, die zu Flugverspätungen und Ausfällen führten.
Ransomware funktioniert wie digitale Erpressung: Die Schadsoftware sperrt Daten oder ganze Computersysteme, bis Lösegeld gezahlt wird. Viele Unternehmen und Behörden können ihre Systeme nicht schnell aus Sicherungskopien wiederherstellen, was zu massiven finanziellen und betrieblichen Schäden führt.
Statistisch gesehen dominieren allerdings sogenannte DDoS-Angriffe die Cyberbedrohungen: Sie machen etwa 77 Prozent aller gemeldeten Vorfälle aus. Bei solchen Attacken werden Server mit enormen Datenmengen bombardiert, bis sie ausfallen – der Schaden ist aber meist geringer, da die Systeme danach wieder funktionieren. Besonders gefährdet sind öffentliche Verwaltungen: Sie werden in über einem Drittel der Fälle angegriffen, vor allem diplomatische und staatliche Institutionen.