Rechenzentren halten Verbrauchsdaten unter Verschluss
Obwohl gesetzlich vorgeschrieben, veröffentlichen viele Betreiber ihre Strom- und Wasserbilanz nicht. Eine SWR-Recherche deckt erhebliche Transparenzmängel auf.
Rechenzentren gelten als Energiefresser – sie benötigen gigantische Mengen Strom und Wasser für Betrieb und Kühlung. Um die Auswirkungen dieser Infrastruktur besser kontrollierbar zu machen, schreibt der Gesetzgeber den Betreibern vor, ihre Verbrauchszahlen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Doch eine Umfrage des Südwestrundfunks bei mehr als 30 Unternehmen aus diesem Sektor zeigt ein anderes Bild: Viele Rechenzentrum-Betreiber ignorieren diese Verpflichtung offenbar gezielt oder halten sich an sie nur lückenhaft.
Die fehlende Transparenz erschwert es Bürgern, Umweltorganisationen und Behörden, den tatsächlichen ökologischen Fußabdruck dieser Rechenzentren nachzuvollziehen. Experten warnen vor den langfristigen Folgen des wachsenden Ressourcenverbrauchs durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz.