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Streit um Arbeitszeitgesetz: Gewerkschaften warnen vor Ausstiegs aus dem 8-Stunden-Tag

06. Mai 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Die Bundesregierung plant, die tägliche Arbeitszeitgrenze abzuschaffen und durch eine wöchentliche Obergrenze zu ersetzen. Gewerkschaften sehen darin ein Ausbeutungsrisiko und drohen mit Protesten.

Heftige Konflikte zeichnen sich ab, bevor die Reform überhaupt konkret vorgelegt wird: Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag auf eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes geeinigt. Der bisherige 8-Stunden-Tag soll künftig durch eine wöchentliche Maximalarbeitszeit ersetzt werden. Arbeitsministerin Bärbel Bas will einen Reformvorschlag im Juni präsentieren.

Die Gewerkschaften reagieren mit scharfer Kritik. DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnt, dass Arbeitgeber ohne tägliche Obergrenze bis zu 13 Stunden Präsenzzeit pro Tag verlangen könnten. Die wöchentliche EU-Richtlinie erlaube zwar maximal 48 Stunden, aber mit 11-stündigen Pausen zwischen Schichten seien solche langen Arbeitstage legal. Fahimi spricht von einer "Legalisierung von Ausbeutungsmodellen" und kündigt "Kampfbereitschaft" ihrer Mitglieder an.

Um Missbräuche zu verhindern, plant Bas eine digitale Arbeitszeiterfassung, die Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit dokumentiert. Betriebe mit Tarifverträgen und Kleinbetriebe mit maximal zehn Beschäftigten sollen Ausnahmen erhalten. Dennoch: Die Gewerkschaften drohen mit Massenprotesten, sollte der 8-Stunden-Tag tatsächlich fallen.

H
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