Schülerin in Remscheid an Meningokokken gestorben
In Remscheid ist eine Gymnasiastin nach einer Meningokokken-Infektion verstorben. Die Stadt hat Kontaktpersonen identifiziert und präventiv behandelt. Der Schulbetrieb läuft weiter.
Eine Schülerin des Remscheider Röntgen-Gymnasiums ist an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. Um eine weitere Ausbreitung der gefährlichen Bakterienerkrankung zu verhindern, hat die Stadt Nordrhein-Westfalens alle engen Kontakte der Verstorbenen ermittelt und diese vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist das Ansteckungsrisiko dadurch erheblich reduziert.
Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektionen übertragen und können zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung führen. Eine Infektion kann innerhalb weniger Stunden tödlich enden. Experten zufolge besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko nur bei engem direktem Kontakt, etwa in intensiven Gesprächen oder in beengten Räumen. Für den Schulalltag besteht dagegen keine Gefahr, weshalb der Unterricht normal weiterlaufen kann.
Das Gesundheitsamt steht in enger Abstimmung mit der Schule und bietet betroffenen Familien, Lehrern und Mitschülern Beratung an. Eine eigens eingerichtete Hotline beantwortet Fragen zur Erkrankung. Erst kürzlich hat die ständige Impfkommission eine Impfempfehlung gegen Meningokokken für Kinder zwischen 12 und 14 Jahren ausgesprochen.