René Benko: Weiteres Verfahren nach Einspruchsverzicht
Der Ex-Signa-Chef zieht seine Einsprüche zurück und stellt sich einem zweiten Prozess. Die Anklage wirft ihm vor, Luxusgüter und Bargeld vor seinen Gläubigern versteckt zu haben.
René Benko wird sich in Kürze vor Gericht erneut verantworten müssen. Der 48-jährige Ex-Milliardär hat entschieden, seine Einsprüche nicht weiterzuverfolgen und damit den Weg für ein zweites Verfahren freizumachen. Das teilte sein Anwalt mit und betonte, dass sein Mandant das Verfahren möglichst zügig über sich ergehen lassen möchte.
Die Vorwürfe in diesem Fall wiegen schwer: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft Benko vor, elf Uhren, weitere wertvolle Gegenstände und 120.000 Euro in bar versteckt zu haben, um sie seinen Gläubigern zu entziehen. Dies soll geschehen sein, während die von ihm gegründete Signa-Gruppe zusammenbrach.
Erst diese Woche verurteilte das Innsbrucker Gericht Benko zu zwei Jahren Haft wegen einer Schenkung von 300.000 Euro an seine Mutter mit demselben Ziel – der Gläubiger-Abwehr. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Immobilienunternehmer hatte einst mit internationalen Projekten wie dem Chrysler Building in New York und dem Kaufhaus Selfridges in London Schlagzeilen gemacht, bevor sein Imperium kollabierte.